EU-Außenbeauftragte Mogherini kritisiert Blockadepolitik gegen Kuba

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in Kuba (Foto: Irene Pérez / Cubadebate)

 

Havanna, 3. Januar 2018 – Bei ihrem Besuch in Kuba hat EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini für offene Beziehungen zu der sozialistischen Karibikinsel geworben. „Manche wollen Kuba isolieren. Wir Europäer im Gegenteil zeigen, dass wir näher denn je bei euch sind“, sagte sie am Mittwoch in Havanna.

Zwar erwähnte Mogherini die Vereinigten Staaten nicht direkt, ihre Kommentare konnten allerdings als Kritik am US-Handelsembargo gegen Kuba verstanden werden. „Im Gegensatz zu jenen, die Mauern bauen und Türen schließen, wollen wir Europäer über Kooperation und Dialog Brücken bauen und Pforten öffnen“, sagte sie.

Nachdem der frühere US-Präsident Barack Obama wieder diplomatische Beziehungen zum einstigen Erzfeind Kuba aufgenommen hatte, bremste sein Nachfolger Donald Trump die Entspannungspolitik zuletzt. Die Europäische Union hingegen stärkte ihre Beziehungen zu Kuba vor Kurzem mit einem Rahmenabkommen für politischen Dialog und Zusammenarbeit.

Uneinigkeit besteht allerdings noch immer beim Thema Menschenrechte. „Der Dialog über Menschenrechte hat es uns erlaubt, das Thema sowohl in Europa als auch in Kuba zu besprechen. Es gibt aber noch Differenzen bei unseren Vorstellungen“, sagte Mogherini. (dpa/dmz/hl)

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