UN-Generalsekretär Guterres ruft zum Kampf gegen Klimawandel auf

UN-Generalsekretär Guterres ruft zum Kampf gegen Klimawand von der Zerstörung durch „Irma“, hier in Codrington in Barbuda ((Foto: UN / Rick Bajornas)

 

St. John’s, 8. Oktober 2017 – Wirbelsturm „Irma“ schlug eine Schneise der Zerstörung durch die Karibik. Der UN-Generalsekretär inspiziert die Schäden auf den Kleinen Antillen – und nimmt die internationale Gemeinschaft in die Pflicht.

Angesichts der Verwüstungen in den Hurrikan-Gebieten in der Karibik hat UN-Generalsekretär António Guterres zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. „Der Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und diesen Zerstörungen ist klar. Es gibt eine gemeinsame Verantwortung der internationalen Gemeinschaft, diese selbstmörderische Entwicklung zu stoppen“, sagte Guterres am Wochenende.

„Es ist essenziell, dass das Pariser Klimaschutzabkommen respektiert wird. Andererseits muss aber auch klar sein, dass die Verpflichtungen von Paris nicht ausreichend sind“, sagte er. Zuletzt hatten die USA ihren Ausstieg aus dem Klimaabkommen angekündigt.

Ein Monat nach dem Durchzug von Hurrikan „Irma“ in der Karibik hatte der UN-Generalsekretär die schwer beschädigten Inseln Antigua, Barbuda und Dominica besucht. „Ich habe einen Grad der Zerstörung gesehen wie noch nie zuvor in meinem Leben“, sagte Guterres nach einem Rundgang in Barbuda. „Ich war in Konfliktgebieten. In meinem eigenen Land habe ich Erdbeben erlebt. Ich habe Stürme gesehen. Aber ich habe noch nie einen solchen Grad an Zerstörung gesehen wie in Barbuda.“

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Anfang September hatte „Irma“ eine Schneise der Zerstörung durch die Karibik geschlagen. Der Hurrikan der höchsten Kategorie fünf zerstörte Häuser, überflutete Straßen und verwüstete Felder. Die Insel Barbuda war unbewohnbar und wurde vollständig evakuiert. UN-Angaben zufolge könnte der Wiederaufbau bis zu eine Milliarde Dollar (851 Mio Euro) pro Insel kosten.

Guterres hatte zuletzt kritisiert, die Weltgemeinschaft habe die von Wirbelstürmen verwüsteten Karibikinseln nicht ausreichend unterstützt. „Ich muss leider berichten, dass die Reaktion alles in allem schlecht gewesen ist. Ich dränge Geber, in den kommenden Wochen großzügiger zu reagieren“, sagte er.

In Antigua besuchte Guterres eine Notunterkunft für Menschen von der Nachbarinsel Barbuda. „Viele sagen, in Barbuda ist nichts mehr, wohin sie zurückkehren könnten“ sagte die Leiterin Samantha Burnette. „Sie wollen erst zurückgehen, wenn der Wiederaufbau beginnt.“

UN-Generalsekretär Guterres rief die reichen Staaten zu mehr Hilfsbereitschaft auf und plädierte für innovative Mechanismen zur Finanzierung des Wiederaufbaus. Kleine Länder wie Antigua und Barbuda könnten dies nicht alleine stemmen. „Das ist eine Verpflichtung für die internationale Gemeinschaft. Sie leiden unter den Auswirkungen des Klimawandels, obwohl sie nicht dazu beigetragen haben.“ (dpa/dmz/hl)

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