Amerika

Ford brüskiert Trump mit Verlagerung von E-Autobau nach Mexiko

Produktionshalle bei Ford in den USA (Foto: Sam VarnHagen /Ford Motor Company)

New York, 8. Dezember 2017 – Der zweitgrößte US-Autohersteller Ford will Elektroautos entgegen früherer Pläne nun doch in Mexiko produzieren. Das verriet Ford-Manager Jim Farley im Interview mit dem „Wall Street Journal“.

Im Januar hatte der Konzern noch verkündet, sein Werk Flat Rock im US-Bundesstaat Michigan zur Hauptfertigungsstätte für E-Autos zu machen.

Amerika

US-Haushalt: Kongress vermeidet „Shutdown“ für zunächst zwei Wochen

Plenarsaal des US-Kongresses (Foto: semana.com)

Washington, 8. Dezember 2017 – Weniger als 24 Stunden vor Ablauf der Frist hat der US-Kongress einen Regierungsstillstand aus Geldmangel vermieden. Jetzt reicht das Geld vorerst wieder für zwei Wochen. Bis dahin muss eine neue Lösung her.

Die US-Regierung hat einen teilweisen Stillstand der Regierungsgeschäfte aus Geldmangel abgewendet.

 

Amerika

Parlament: Venezuela droht bis zu 2000 Prozent Inflation

Der Abgeordnete Ángel Alvarado am Donnerstag vor der Nationalversammlung (Foto: Twitter / Nationalversammlung Venezuela)

Caracas, 07. Dezember 2017 – Venezuela steuert 2017 aus Sicht des Parlaments-Finanzausschusses in Folge der Wirtschaftskrise auf eine Inflationsrate von fast 2000 Prozent zu. «Wir haben die größte Inflation der Geschichte – getrieben von einem Rückgang der Produktion, steigenden Preisen und einer Erhöhung der Geldmenge», sagte der Abgeordnete Ángel Alvarado am Donnerstag.

Amerika

Mehr als 50 000 Hektar Koka-Plantagen in Kolumbien vernichtet

Kolumbianische Sicherheitskräfte bei der Zerstörung von Koka-Pflanzen (Foto: Carlos Ortega / EL TIEMPO)

Bogotá, 6. Dezember 2017 – Kolumbianische Sicherheitskräfte haben im laufenden Jahr rund 51 000 Hektar Koka-Felder vernichtet. Das ist eine Fläche, die größer ist als das Stadtgebiet von Köln. Damit sei das selbstgesteckte Ziel für 2017 erreicht worden, sagte Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas am Mittwoch.

Amerika

Korruptionsskandal: Venezuelas UN-Botschafter muss seinen Hut nehmen

Der zurückgetretene venezolanische UN-Botschafter Rafael Ramírez leitete zehn Jahre lang den staatlichen Ölkonzern PDVSA (Foto: Twitter / Rafael Ramírez)

Caracas/New York, 5. Dezember 2017 – Inmitten des Korruptionsskandals beim venezolanischen Ölkonzern PDVSA ist der UN-Botschafter des südamerikanischen Landes, Rafael Ramírez, zurückgetreten.

Rafael Ramírez führte den Staatskonzern zehn Jahre lang bis 2014 und hatte sich zuletzt offenbar mit der Regierung von Präsident Nicolás Maduro überworfen.

Amerika

Trump kämpft mit härteren Bandagen gegen illegale Zuwanderung

Im amerikanischen Grenzbereich entdeckter illegaler Zuwanderer (Foto: mixedvoces.com)

Washington, 5. Dezember 2017 – Im ersten Amtsjahr der Regierung von US-Präsident Donald Trump hat die illegale Zuwanderung über die US-Südgrenze zu Mexiko nach Darstellung des Heimatschutzministeriums abgenommen.

Die Grenzpolizei habe etwa mehr als 300 000 Menschen entlang der mehr als 2000 Meilen lange Grenze aufgegriffen – und damit um etwa ein Drittel weniger als noch ein Jahr zuvor, teilte das Ministerium am Dienstag in Washington mit.

 

Amerika

Wahl in Honduras: Polizei will nicht gegen Demonstranten vorgehen

Bei Protesten gegen das Wahlergebnis kam es teilweise zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, Vandalismus und Plünderungen (Foto: sercano.com)

Tegucigalpa, 5. Dezember 2017 – Nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Honduras sind rund 2000 Polizisten in Streik getreten. Die Beamten der Spezialkräfte Cobra wollten nicht gegen Demonstranten vorgehen, wie ein Vertreter am Dienstag erklärte.

Amerika

Konservativer vom Land: Honduras’ Präsident Juan Orlando Hernández

Der honduranische Präsident steht für eine liberale Wirtschaftspolitik und ein hartes Durchgreifen gegen die mächtigen Jugendbanden (Foto: brookings.edu)

Tegucigalpa, 4. Dezember 2017 – Juan Orlando Hernández könnte Geschichte schreiben: Wird sein Wahlsieg bestätigt, wäre er der erste Präsident von Honduras, der das mittelamerikanische Land für zwei Amtszeiten regieren wird.

Seit der Rückkehr zur Demokratie Anfang der 1980er Jahre war die Wiederwahl des Staatschefs per Verfassung untersagt.

Amerika

Krise in Honduras: Opposition wirft der Regierung Wahlfälschung vor

Der Präsident von Honduras,  Juan Orlando Hernández (Foto: La Tribuna)

Von Denis Düttmann

Tegucigalpa, 4. Dezember 2017 – Über eine Woche nach der Präsidentenwahl in dem mittelamerikanischen Land sind alle Stimmen ausgezählt, Amtsinhaber Hernández liegt knapp vorne. Die Regierungsgegner wollen das Ergebnis nicht anerkennen.

Manipulationsvorwürfe, Krawalle, Ausgangssperre: Über eine Woche nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Honduras zeichnet sich ein Sieg von Präsident Juan Orlando Hernández ab.

Amerika

Trumps „schöne“ Steuerreform – Sieg im Schatten der Russland-Affäre

Auf Twitter verbreitet Donald Trump Optimismus (Foto: Screenshot)

Von Gabriele Chwallek

Washington, 4. Dezember 2017 – Trump hat es fast geschafft: Seine Steuerreform ist in greifbarer Nähe. Aber es ist ein fragwürdiger Sieg – und über allem lauert die Russland-Affäre. Auch im Kongresswahljahr 2018.

Donald Trump blieb nicht einmal ein halber Tag, um sich an seinem jüngsten Steuerreform-Sieg im Senat zu erfreuen.

Amerika

Argentinien: Bruder von Lionel Messi in U-Haft

Der Bruder von Lionel Messi, Matías (lks) hatte schon öfter Ärger mit der Polizei (Foto: diarioveloz.com)

Rosario, 3. Dezember 2017 – Das Boot blutverschmiert, darin eine Waffe: der Bruder von Lionel Messi hat nach einer Bootstour Ärger mit der Polizei. Die Umstände sind mysteriös. Die Polizei hat Untersuchungshaft angeordnet.

Nach einem Bootsunfall ist gegen den Bruder von Fußballstar Lionel Messi, Matías Messi, Untersuchungshaft angeordnet worden.

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Argentinien verweigert NGO-Akkreditierungen zu Welthandelskonferenz

Argentinien ist Gastgeber der Welthandelskonferenz vom 10. bis 13. Dezember in Buenos Aires (Foto: WTO)

Buenos Aires/Genf, 2. Dezember 2017 – Zum ersten Mal verweigert ein Gastgeberland die Teilnahme von NGOs an einer WTO-Ministerkonferenz. Die Regierung in Buenos Aires gibt eine „disruptive“ Einstellung der Ausgeschlossenen als Grund an.

Die argentinische Regierung hat Vertretern mehrerer internationaler Nichtregierungsorganisationen (NGO) die Akkreditierungen zur Welthandelskonferenz in Buenos Aires verweigert.

 

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Fragiler Friede: Kolumbien ein Jahr nach der „Stunde null“

Viele Regionen sind durch die Topographie weitgehend isoliert (Foto: amnesty international)

Von Georg Ismar und Denis Düttmann

Bogotá, 29. November 2017 – Drogenkartelle agieren im früheren Guerillagebiet, die Eingliederung der Ex-Kämpfer kommt nur schleppend voran. Ein Jahr nach Verabschiedung des Friedensabkommens zeigt sich in Kolumbien: Mit der Abgabe der Waffen ist es nicht getan.