Amerika

Papst beendet Südamerika-Reise – Kritik wegen Missbrauch-Äußerungen

Letzte Messe von Papst Franziskus vor seiner Rückreise nach Rom (Foto: iglesicatolica.org.pe)

Rom/Boston/Lima, 22. Januar 2018 – Eine Woche lang tourte der Papst durch Chile und Peru. In Erinnerung bleiben wird die Reise wohl wegen seiner Aussagen zu einem Missbrauchsfall innerhalb der Kirche.

Papst Franziskus hat seine einwöchige Lateinamerika-Reise beendet – seine dortigen Äußerungen zu einem Missbrauchsfall dürften aber weiterhin für Diskussionen sorgen.

 

Amerika

Papst Franziskus prangert in Chile Unterdrückung der Mapuche an

Auf dem ehemaligen Flugplatz von Maquehue bei Temuco kamen nur rund 200 000 Menschen zusammen, um dem Papst zuzuhören  (Foto: noticias.iglesia.cl)

Temuco, 17. Januar 2018 – Der Papst hält eine Messe in der Mapuche-Region. Es gebe keine echte Integration, wenn man nicht die Stimme der indigenen Völker gelten lasse. Er verurteilt die Zerstörung ihres Lebensraums, aber auch die der leeren Versprechen.

Amerika

Einheit durch Vielfalt: Papst Franziskus im Land der Mapuche

Papst Franziskus begrüßt die Mapuche in Temuco in ihrer eigenen Sprache (Foto: noticias.iglesia.cl)

Von Denis Düttmann und Juan Garff

Temuco, 17. Januar 2018 – Bei seinem Besuch bei den Mapuche in Südchile verurteilt Franziskus die Unterdrückung des indigenen Volkes. Das Land brauche kulturelle Vielfalt, um zu gedeihen. Für den gewaltsamen Widerstand radikaler Mapuche hat der Papst allerdings auch kein Verständnis.

Amerika

Papst Franziskus bittet in Chile um Verzeihung wegen Kinderschändung

Papst Franziskus beim Empfang durch Chiles Präsidente Michelle Bachelet im Regierungspalast La Moneda (Foto: Präsidialamt Chile)

Santiago de Chile, 16. Januar 2017 – Der angerichtete Schaden sei nicht wieder gutzumachen, sagt der Papst zu den Sexualverbrechen eines chilenischen Priesters. Bei einer Messe ruft er zu einem aktiveren Kampf für Gerechtigkeit auf.

 

Amerika

Chaos in Caracas: Eine Ölmacht im Griff der Hungerkrise

Menschen plündern ein Lager in er Stadt Calabozo im zentralen Westen von Venezuela (Foto: El Nacional)

Von Georg Ismar

Caracas, 16. Januar 2018 – Das Venezuela-Drama steuert mit Plünderungen und leeren Regalen einer Eskalation entgegen. Nicolás Maduro könnte dennoch in wenigen Monaten legal wiedergewählt werden. Sein wichtigster Wahlhelfer: Der Hunger.

Amerika

Neuer Brandanschlag auf Kirche in Chile vor Papstbesuch

Vor dem Papstbesuch hat es bereits mehrere Brandanschläge auf Kirchen in Chile gegeben (Foto: cooperativa.cl)

Santiago de Chile, 14. Januar 2018 – Kurz vor dem Besuch von Papst Franziskus in Chile ist erneut ein Brandanschlag auf eine Kirche in dem südamerikanischen Land verübt worden.

Bei dem Anschlag am Sonntag auf die Kirche San Agustín in Melipilla 70 Kilometer östlich von der Hauptstadt Santiago de Chile sei nur geringer Sachschaden entstanden, berichte das Nachrichtenportal Emol.

Amerika

Vor Papstbesuch: Bürgermeister in Peru bittet Diebe um Zurückhaltung

Der Aufruf des Bürgermeisters an potenzielle Diebe sorgt für spöttische Memes in den peruanischen Medien (Foto:: larepublica.pe)

Lima, 13. Januar 2018  – Ungewöhnlicher Aufruf: Der Bürgermeister eines Stadtteils der peruanischen Hauptstadt Lima hat Diebe gebeten, sich während des Papstbesuches am 21. Januar zurückzuhalten. Er hoffe, dass mit dieser Art «Waffenstillstand» auch die Zahl der Delikte in Santiago de Surco zurückgehen möge, sagte Roberto Gómez Baca am Donnerstag im Radiosender RPP.

Amerika

Trump und der Sturm der Entrüstung über die „Drecksloch-Staaten“

Das Dementi von Donald Trump auf Twitter (Foto: Screenshot Twitter)

Von Maren Hennemuth

Washington, 12. Januar 2018 – Donald Trump sorgt wieder einmal für einen Skandal. Er soll bestimmte Länder als „Drecksloch-Staaten“ bezeichnet haben. Der Präsident dementiert das, bleibt aber vage. Und das eigentliche Problem geht unter.

Es ist ein Sturm der Entrüstung, der am Donnerstagabend jäh und heftig über Donald Trump und das Weiße Haus hereinbricht.

Gesellschaft

Gewaltwelle vor Wahlen: Weiterer Bürgermeisterkandidat in Mexiko getötet

In Atoyac de Álvarez kämpfen rivalisierende Banden um die Vorherrschaft (Foto: guerrerogradocero.blogspot)

Chilpancingo, 1. Januar 2017 – Ein halbes Jahr vor den Wahlen in Mexiko werden immer mehr Kommunalpolitiker Opfer von Mordanschlägen. Im konfliktreichen Bundesstaat Guerrero erschossen Unbekannte den Bürgermeisterkandidaten der Regierungspartei PRI für die Ortschaft Atoyac de Álvarez.

Das bestätigte am Montag die Generalstaatsanwaltschaft von Guerrero.

 

Gesellschaft

ROG: Mindestens 65 Journalisten 2017 wegen ihrer Arbeit getötet

Javier Valdéz und Miroslava Breach gehörten zu den prominentesten Mordopfern unter den getöteten Journalisten in Mexiko (Foto: paginaabierta.mx)

Berlin, 19. Dezember 2017 – Journalisten leben in einigen Ländern gefährlich: Allein in diesem Jahr wurden 65 Reporter getötet. Und viele sitzen in Haft, manchmal Jahre lang ohne Anklage. Korruption und organisierte Kriminalität – in vielen Ländern riskieren Journalisten, die darüber berichten, ihr Leben.

Gesellschaft

Christsterne: Von aztekischer Opfergabe zum globalen Verkaufsschlager

„Nochebuena“ heißt der Christstern in Mexiko (Foto: Herdis Lüke)

Von Carmen Peña und Denis Düttmann

Mexiko-Stadt, 12. Dezember 2017 – Die leuchtend rote Pflanze gehört zur Adventszeit wie Weihnachtsbaum, Plätzchen und Glühwein. Ursprünglich stammt der Weihnachtsstern aus Mexiko. Aber erst ein deutscher Auswanderer in den USA machte ihn weltweit als Zierpflanze zur Weihnachtszeit populär.