Deutschland finanziert Wiederherstellung von Regenwäldern

Regenwald im brasilianischen Amazonas-Gebiet (Foto: sentaklaus.net)

 

Bonn, 20. Dezember 2017 – Jede Minute verschwindet irgendwo auf der Welt ein Stück Wald von der Größe von zwei Fußballfeldern. Aber es läuft inzwischen auch ein ehrgeiziges Programm zur Wiederaufforstung. Sogar Regenwälder entstehen neu.

Im Kampf gegen den Klimawandel gewinnt die Wiederherstellung gerodeter Wälder zunehmend an Bedeutung. „Auch Regenwald kann sich wieder aufbauen“, sagte die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks am Dienstag beim Global Landscapes Forum für nachhaltige Entwicklung in Bonn.

Alle möglichen Samen fänden sich auch noch in tieferen Bodenschichten. „Wenn man dann irgendwann mit den Brandrodungen aufhört und solche Flächen wieder sich selbst überlässt, dann kommt da der Regenwald wieder durch. Ich finde, das sollte uns auch zuversichtlich stimmen“, sagte Hendricks der Deutschen Presse-Agentur.

Als größte Initiative zur Renaturierung weltweit gilt das Programm „Bonn Challenge“. Dessen Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 insgesamt 150 Millionen Hektar entwaldeter Fläche wiederherzustellen. „Wir haben dafür mittlerweile schon Zusagen von vielen Ländern der Erde, sogar schon für 160 Millionen Hektar“, sagte Hendricks. „Wir kommen da gut voran.“ Bis 2030 soll die wiederhergestellte Waldfläche auf 350 Millionen Hektar weltweit anwachsen. Deutschland ist dabei der wichtigste Geldgeber.

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Die meisten Wälder werden in den Tropen und Subtropen abgeholzt, aber auch in Russland und Kanada gibt es einen bedeutenden Waldverlust. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums wird jede Minute die Fläche von zwei Fußballfeldern gerodet. Wälder sind der wichtigste Neutralisierer des klimaschädlichen CO2.

Das Global Landscapes Forum findet noch bis Mittwoch in Bonn statt. Erstmals ist es abgekoppelt von der Weltklimakonferenz. Es sei ein weiterer Schritt, Bonn als die Klima- und Entwicklungs-Hauptstadt der Welt zu etablieren, sagte Hendricks. In Deutschland sind 32 Prozent der Landesfläche mit Wald bedeckt, Tendenz leicht steigend. (dpa/dmz/hl)

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