Deutschland mit Panama über Steuerabkommen einig

Panama Stadt

Im Frühjahr 2016 war es einem In formanten gelungen, gigantische  Datensätze aus den Archiven des Offshore-Dienstleisters Mossack Fonseca mit Sitz im Finanzdistrikt Panama City zu stehlen (Foto: Carlos Morales Hendry)

 

Berlin, 11. Juli 2017 – Deutschland und Panama haben sich nach monatelangen Verzögerungen über den Austausch von Steuer- und Finanzdaten verständigt. Danach werden vom kommenden Jahr an Informationen für die Jahre ab 2017 ausgetauscht. Ursprünglich waren entsprechende bilaterale Abkommen bereits für Mitte Oktober vergangenen Jahres angestrebt worden.

Wie das Bundesfinanzministerium am Dienstag in Berlin auf Anfrage mitteilte, wurde Mitte Juni mit Panama ein bilaterales Abkommen über den automatischen Austausch von Kontoinformationen in Steuersachen vereinbart. Danach werden vom kommenden Jahr an Informationen für die Jahre ab 2017 ausgetauscht. Das Abkommen gemäß der Standards der Industrieländerorganisation OECD müsse noch unterzeichnet sowie in Deutschland per Zustimmungsgesetz gebilligt werden.

Nach den Enthüllungen der „Panama Papers“ über Tausende Briefkastenfirmen vor mehr als einem Jahr wollte das mittelamerikanische Land mit dem deutschen Fiskus zusammenarbeiten. Mit Abkommen zum Informationsaustausch wollte das Land raus aus der Schmuddelecke.

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Kürzlich war bekanntgeworden, dass das Bundeskriminalamt (BKA) im Kampf gegen Geldwäsche und Steuerbetrug die „Panama Papers“ gekauft hat. Der riesige Datensatz wird ausgewertet. Durch die Enthüllungen waren Politiker, Geschäftsleute und Prominente unter Druck geraten. (dpa/dmz/hl)

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