Maschinenbauer: Handelsbarrieren würden Wohlstand schaden

Walzwerk – Viele deutsche Maschinenbauer sind hoch spezialisiert (Foto: Dietmar Meinert  / pixelio.de).

 

Berlin, 17. Oktober 2017 – Deutschlands Maschinenbauer fordern von der künftigen Bundesregierung ein starkes Engagement für den Freihandel. In der neuen Legislaturperiode gehe es darum, noch stärker für offene Märkte zu kämpfen, sagte der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Carl Martin Welcker, am Dienstag auf dem Maschinenbau-Gipfel in Berlin.

„Der Maschinenbau und die gesamte deutsche Industrie lebt von ihrer Weltoffenheit – jede Kehrtwende hier würde unserer Gesellschaft und unserem Wohlstand schaden.“ Viele deutsche Maschinenbauer sind hoch spezialisiert und nicht selten Weltmarktführer in ihrem Bereich. Der Wirtschaftszweig erzielte 2016 einen Umsatz von 215 (2015: 218) Milliarden Euro. Die rund 6400 Unternehmen beschäftigen etwas mehr als eine Million Arbeitnehmer.

Sorgen bereiten der exportorientierten Branche unter anderem der Brexit, protektionistische Tendenzen in den USA unter Präsident Donald Trump und verschärfte Russland-Sanktionen.

„Es ist schon bemerkenswert, dass unsere Industrie all diesen Wirren trotzt und sowohl im laufenden als auch im kommenden Jahr ein reales Produktionsplus von 3 Prozent erreichen will“, sagte Welcker. Die Branche profitiert derzeit von steigender Nachfrage dank der anziehenden Weltkonjunktur. (dpa/dmz/hl)

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