Brasilien und Mexiko schließen Investitionsabkommen

Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto und seine brasilianische Amtskollegin bei der Unterzeichnung der Wirtschaftsabkommen beider Länder (Foto: Presidencia Mexico)

 

Mexiko-Stadt, 27. Mai 2015 – Die größten lateinamerikanischen Volkswirtschaften Brasilien und Mexiko wollen wirtschaftlich enger zusammenarbeiten. Beim zweitägigen Staatsbesuch der brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff haben sich beide Länder auf ein Investitionsabkommen geeinigt. Außerdem wurden Abkommen über Verkehr, Landwirtschaft und Tourismus unterzeichnet.

Am Mittwoch wurde die brasilianische Staatschefin von Mexikos Außenminister José Antonio Meade verabschiedet. Während ihres Besuchs traf sie mit ihrem mexikanischen Amtskollegen Enrique Peña Nieto zusammen und nahm sie an einer Sitzung der Ständigen Kommission des mexikanischen Kongresses teil.

Im Mittelpunkt des Besuchs standen die gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen. „Wir wollen den rechtlichen Rahmen verbreitern, um Handel und Investitionen anzukurbeln“, sagte Peña Nieto am Dienstag beim Treffen mit Dilma Rousseff. Mit dem Abkommen würden die Investitionen zwischen den beiden Ländern vereinfacht, erklärte dazu der Botschafter von Brasilien in Mexiko, Marcos Leal Raposo Lopes. „Mexiko investiert in Brasilien in Industrie, Unterhaltung, Kinos, Restaurants und Getränke. Aber auch die brasilianischen Investitionen in Mexiko steigen.“

Die Bedeutung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Mexiko und Brasilien wurde beim Wirtschaftsforum mit der brasilianischen Präsidentin deutlich. Derzeit sind 650 Unternehgmen mit brasilianischem Kapital in Mexiko-Stadt, Estado de México, Veracruz; Nuevo León, Hidalgo und Jalisco aktiv.

Event Tickets at TicketNetwork.com

Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern betrug im vergangenen Jahr 9,2 Milliarden US-Dollar, 475 Prozent mehr als noch vor 20 Jahren. In Lateinamerika und der Karibik ist Brasilien für Mexiko der wichtigste Handelspartner. Das südamerikanische Land ist der fünftgößte Exportmarkt Mexikos, für Brasilien steht Mexiko an zehnter Stelle. Auch bei mexikanischen Investitionen im Ausland steht Brasilien an erster Stelle, hieß es dazu.

Am Rande ihres Staatsbesuchs  in Mexiko hat die brasilianische Staatschefin auf die Festnahme eines bedeutenden Funktionärs des Weltfußballverbands FIFA reagiert. Sie sagte den Behörden ihre Unterstützung bei den Korruptionsermittlungen gegen führende FIFA-Funktionäre zu. Die Untersuchung sei sehr wichtig, sagte die Präsidentin am Mittwoch vor ihrem Rückflug nach Brasilien. Die brasilianische Regierung werde mit den US-Behörden kooperieren, wenn dies gewünscht werde. Sie befürworte auch eine Untersuchung des Vergabeverfahrens für die Fußball-WM 2014 in Brasilien. (dmz/hl mit Material von dpa)

Be the first to comment

Leave a Reply

Tu dirección de correo no será publicada.


*


Este sitio usa Akismet para reducir el spam. Aprende cómo se procesan los datos de tus comentarios.