Luis Almagro ist neuer OAS-Generalsekretär

Der Uruguayer Luis Almagro bei seiner Amtsübernahme als Generalsekretär der OAS (Foto: aporrea.org)

 

Washington, 27. Mai 2015 – Der Uruguayer Luis Almagro ist neuer Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). In seiner Amtszeit will er Kuba in die OAS zurückholen und sich für „mehr Rechte für mehr Menschen“ einsetzen. Der 51-Jährige war zuletzt Außenminister seiner Landes und gilt als Verfechter für den Schutz von Menschen- und Bürgerrechten.

Almagro wird für die nächsten fünf Jahre die OAS leiten. Er ist Nachfolger des Chilenen José Miguel Insulza. Die 35 Mitgliedstaaten umfassende OAS soll den Frieden auf dem amerikanischen Kontinent stärken. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zu fördern, Streitigkeiten beizulegen sowie die territoriale Integrität und Unabhängigkeit der Länder zu verteidigen. Seit 1994 gib es regelmäßig Gipfeltreffen der OAS-Staaten.

Luis Almagro hat ein klares Ziel für seine Arbeit als OAS-Generalsekretär: Er will Kuba in die 35 Staaten umfassende Organisation zurückholen. Der Ausschluss der Insel sei „der stärkste Nachgeschmack des Kalten Krieges“, sagte Almagro.

Seine Amtszeit werde unter dem Motto stehen „Mehr Rechte für mehr Menschen. Die Welt hat genug vom Ausgeschlossenwerden, von politischen, ökonomischen und sozialen Rechten für nur einige, aber nicht für alle, von Rassismus, Verfolgung, von Vorurteilen und sterilen Antagonismen”, sagte er in seiner Antrittsrede am Dienstag vor den Botschaftern der 34 Mitgliedsländern am Sitz dere OAS in Washington.

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Der 51-Jährige Rechtsanwalt stammt aus der kleinen Ortschaft Cerro Chato im Norden Uruguays. In seiner Jugend war Almagro Mitglied der konservativen Partido Nacional; er wechselte aber aus Begeisterung für den späteren Staatschef José «Pepe» Mujica zur Linkskoalition Frente Amplio.

Als Diplomat arbeitete er unter anderem im Iran und in China. 2010 machte ihn der für seine Bescheidenheit bekannte Präsident Mujica zum Außenminister. Almagro fuhr mit dem Bus ins Ministerium; statt Aktentasche trug er einen Rucksack.

Almagro hat sieben Kinder aus zwei Ehen. Weltweit macht er sich für den Schutz von Menschen- und Bürgerrechten stark. Als Außenminister unterstützte er die Aufnahme von sechs Ex-Guantánamo-Häftlingen sowie vieler vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohener Familien in Uruguay. Er engagiert sich für die Stärkung des südamerikanischen Staatenbundes Unasur sowie der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten Celac. (dmz/hl mit Material von dpa)

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