USA erwarten eher ruhige Hurrikan-Saison

Hurrikan „Katrina“ vor zehn Jahren verwüstete große Teile von new Orleans (Foto: Wikipedia)

 

New Orleans, 27. Mai 2015 Die diesjährige Hurrikan-Saison in den USA dürfte ruhiger werden als sonst. Doch Entwarnung geben die Meteorologen trotzdem nicht. Bis Ende Oktober lauert die Gefahr. Man rechnet mit sechs bis elf Stürmen in dieser Saison, drei bis sechs davon könnten zu Hurrikans werden, warnte jetzt die amerikanische Wetterbehörde NOAA. An den mexikanischen Küsten dürfte es ungemütlicher werden.

Die USA erwartet eine Hurrikan-Saison mit weniger atlantischen Tropenstürmen als im langjährigen Schnitt. Man rechne von Juni bis Ende Oktober mit sechs bis elf Stürmen, von denen drei bis sechs zu Hurrikans mit einer Windgeschwindigkeit von mindestens 120 Stundenkilometern anwachsen dürften. Dagegen erwarte man höchstens zwei schwere Hurrikans mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 180 Stundenkilometern.

Die NOAA-Chefin Kathryn Sullivan warnte vor allzu großem Optimismus. „Eine Saison mit lediglich geringer Aktivität heißt nicht, dass Mutter Natur keine Schläge austeilt“, sagte sie vor Journalisten in New Orleans. Sie gab aber keine langjährigen Vergleichsdaten an. Unklar sei, wie viele Stürme tatsächlich auf Land treffen könnten.

In der Saison 2012 gab es 19 Tropenstürme an der Atlantikküste, ein Jahr später 13, wie aus NOAA-Statistiken hervorgeht.

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An den mexikanischen Küsten dürfte es dagegen ungemütlicher werden: Meteorologen erwarten bis zum Herbst 26 Tropenstürme. Mehr als die Hälfte der Stürme könnte zu heftigen Hurrikans werden.

Auslöser der Tropenstürme ist „El Niño“, ein Klima-Phänomen, bei dem sich die Wasseroberfläche des Meeres erwärmt und es zu starken Klimaveränderungen kommt. Der Süden und Südosten Mexikos wird von starken Regenfällen und Hurrikans heimgesucht, während der Norden wegen Niederschlagsmangel von langanhaltender Trockenheit und Dürre betroffen ist. Auch wenn El Niño zurzeit noch als schwach eingestuft wird, soll er in den nächsten Monaten an Stärke zunehmen.

Die meteorologische Hurrikan-Saison im Pazifik begann am 15. Mai und endet im November. Im Atlantik beginnt sie eigentlich erst am 1. Juni, doch schon drei Wochen vor dem offiziellen Start der Saison fegte der Tropensturm „Ana“ über die Küsten der USA. Der Klimawandel könnte Auslöser für dieses Phänomen sein.

Die ersten schweren Unwetter und Überschwemmungen dieser Saison in Mexiko und den USA haben insgesamt rund 30 Tote gefordert. In Mexiko kamen 14 Menschen ums Leben, über 200 wurden verletzt. Im nordmexikanischen Ciudad Acuña hatte ein Tornado am Montag ganze Straßenzüge verwüstet. (dmz/hl mit Material von dpa)

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