Wegen Korruption: Nobelpreisträgerin Menchú fordert Rücktritt von Guatemalas Staatschef

Die Friedensnobelpreisträgerin von 1992 Rigoberta Menchú tritt stets in der Tracht ihres Maya-Stammes auf (Foto: UNAM)

 

Guatemala-Stadt, 26. Mai 2015 – Nach einer Reihe von Korruptionsskandalen hat die guatemaltekische Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú den Präsidenten Otto Pérez zum Rücktritt aufgerufen. Er sei der Hauptverantwortliche für die korrupten Netzwerke in dem mittelamerikanischen Land und habe seine Legitimität verspielt, schrieb Menchú am Montag in einem offenen Brief.

Das Justizsystem sei vom organisierten Verbrechen unterwandert und müsse gesäubert werden, hieß es dort weiter. Die Friedensnobelpreisträgerin von 1992  forderte zudem, alle unterschlagenen Gelder sollten in einen Fonds zur Finanzierung des Gesundheits-, Bildungs- und Justizwesens fließen. Menchú lebt seit Mitte der 80er Jahre in Mexiko, irhe Familie selbst war Opfer des Bürgerkriegs, der von 1960 bis 1996 dauerte.

Guatemala war zuletzt von einer Reihe von Korruptionsskandalen im Gesundheitssektor und dem Zollwesen erschüttert worden. Mehrere ranghohe Politiker traten zurück. Präsident Pérez erklärte hingegen am Montag, er werde regulär bis Januar 2016 im Amt bleiben. (dmz/hl mit Material von dpa)

Be the first to comment

Leave a Reply

Tu dirección de correo no será publicada.


*


Este sitio usa Akismet para reducir el spam. Conoce cómo se procesan los datos de tus comentarios.