24 Tote bei Explosionen in Feuerwerksfabrik in Mexiko

Von den Explosionen zerstörtes Fahrzeug der Feuerwehr (Foto: eledomexinforma)

 

Tultepec, Edo. de México, 5. Juli 2018 – Nach einer Explosion eilen Rettungskräfte zu einer Fabrik für Feuerwerk. Als sie bereits mit der Arbeit begonnen haben, kommt es zu drei weiteren schweren Detonationen. Das Gebiet um die Werkstätte gleicht einem Trümmerfeld.

Tultepec, Edo. de México, 5. Juli 2018 – Nach einer Explosion eilen Rettungskräfte zu einer Fabrik für Feuerwerk. Als sie bereits mit der Arbeit begonnen haben, kommt es zu drei weiteren schweren Detonationen. Das Gebiet um die Werkstätte gleicht einem Trümmerfeld.

Mindestens 24 Menschen sind bei einer Reihe von Explosionen in einer Feuerwerksfabrik in Mexiko ums Leben gekommen. Weitere 49 wurden bei dem Unglück in der Gemeinde Tultepec verletzt, wie die Regierung des Bundesstaats Estado de México am Donnerstag mitteilte. Bei den insgesamt vier Explosionen seien ein Kind, zwei Polizisten, vier Feuerwehrleute und ein Mitarbeiter des Zivilschutzes ums Leben gekommen. 17 Menschen starben noch vor Ort, sieben weitere nach medizinischer Behandlung.

Laut Angaben der Einsatzkräfte ereignete sich die erste Explosion am Morgen. Als die Helfer am Unglücksort im Stadtteil La Saucera eintrafen, kam es zu drei weiteren Detonationen. Im Fernsehen war zu sehen, wie eine hohe Rauchsäule aufstieg. Das Gebiet um den Unglücksort glich einem Schlachtfeld, Schutt und Trümmerteile waren auf Bildern zu sehen. Zur Unfallursache machten die Behörden zunächst keine Angaben. Das Militär sperrte das Gebiet.

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Die Wucht der Explosionen zerstörte Scheiben in benachbarten Gebäuden, viele Menschen standen unter Schock. Nach Angaben des nationalen Zivilschutz-Koordinators Luis Felipe Puente betrafen die Schäden ein rund ein Hektar großes Gebiet. Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto kondolierte den Angehörigen der Opfer auf Twitter.

Tultepec ist das Zentrum der mexikanischen Feuerwerksproduktion. Die meisten Fabriken stellen die Feuerwerkskörper legal her. Es kommt jedoch immer wieder zu Unfällen in den oft provisorischen Werkstätten, Lagerhallen und Märkten, da sie kaum kontrolliert werden. Das Schießpulver für die Böller wird häufig nicht ordnungsgemäß gelagert. Auch Minderjährige arbeiten bei Produktion und Verkauf der Feuerwerkskörper mit.

Nach dem Unglück wurden Ermittlungen zur Ursache eingeleitet und die Papiere der Fabrikbetreiber überprüft, um illegale Produktionsstätten aufzudecken.

Schon Ende 2016 wurden in Tultepec bei einer Explosion auf einem Pyrotechnik-Markt unter freiem Himmel mehr als 40 Menschen getötet. Anfang Juni wurden bei einer Explosion in einer Werkstatt für Feuerwerkskörper sieben Menschen getötet und weitere acht verletzt. (dpa/dmz/hl)

 

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