Drei Italiener seit Ende Januar in Mexiko vermisst

Trotz aller Proteste:  Bisher hat die Polizei kaum etwas  gegen die Entführungen in Mexiko ausrichten können (Foto: Al Momento)

 

Guadalajara, 20. Februar 2018 – Im Westen Mexikos sind drei Italiener spurlos verschwunden. Die Behörden im Bundesstaat Jalisco prüften, was mit den seit Ende Januar Vermissten geschehen sein könnte, sagte ein Vertreter der dortigen Regierung am Montag (Ortszeit).

Die Angehörigen der drei Männer aus Neapel forderten von den Behörden mehr Einsatz, um sie zu finden. Ein Verwandter sagte der örtlichen Presse, in den Fall seien einige Polizisten aus Mexiko verwickelt. Die Italiener waren aus der Stadt Tecalitlán verschwunden.

Einige Medien zitierten einen Verwandten mit den Worten, sein Bruder, sein Vater und sein Cousin seien von Polizisten festgenommen worden, als sie mit dem Auto unterwegs gewesen seien. Er habe über den Nachrichtendienst WhatsApp von seinem Bruder eine Sprachnachricht erhalten, in der dieser gesagt habe, die Polizisten hätten sie gezwungen, ihnen zu folgen. Dies sei die letzte Kommunikation zwischen ihnen gewesen.

Der Vater ist Händler, der in Mexiko Ware aus China verkaufen wollte, berichtete die Zeitung „Milenio“ unter Berufung auf die Frau des Verschwundenen. Er sei in Italien bereits mit der Justiz in Konflikt geraten, unter anderem wegen versuchten Betrugs, hieß es weiter.

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In Neapel schlossen sich Freunde und Nachbarn der drei zu Protestmärschen zusammen, um ihre Freilassung zu fordern. Der Bundesstaat Jalisco ist die Hochburg des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación. (dpa/dmz/hl)

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