Drogenboss „El Chapo“ darf mit seiner Familie telefonieren

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Die Haftbedingungen für Joaquin „El Chapo“ Guzmán, hier nach seiner erneuten Festnahme im Januar 2016, werden erleichtert (Foto: Youtube)

 

New York, 5. Oktober 2017 – Der mexikanische Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán darf demnächst mit seiner Familie telefonieren und andere Konzessionen im Rahmen seiner sonst strengen Haftbedingungen genießen in den USA genießen.

Der frühere Chef des Sinaloa-Kartells darf künftig 30 Minuten pro Monat mit einem seiner von der US-Regierung genehmigten Familienmitgliedern sprechen oder diese Zeit in zwei Anrufe zu je 15 Minuten aufteilen. Guzmáns neuer Anwalt Eduardo Balarezo begrüßte diese Entscheidung des Justizministeriums am Mittwoch.

Balarezo zufolge will Guzmán mit seinen kleinen Zwillingstöchtern María Joaquina und Emali sprechen. Die Anrufe werden mitgehört. Zudem müssen US-Behörden vorab wissen, mit wem „El Chapo“ sprechen wird. Die Mädchen hatten ihren Vater mit dessen Schwester Bernarda Guzmán erstmals Mitte August im Gefängnis in New York besucht.

„Wir fordern lediglich, dass ihm dieselben Rechte und Privilegien gegeben werden wie jeder anderen unschuldigen Person“, sagte Balarezo der Deutschen Presse-Agentur. Balarezo hatte Guzmán offiziell im September als Mandant übernommen, bis dahin wurde er durch zwei Pflichtverteidiger vertreten. Zudem haben sich drei weitere Anwälte in Stellung gebracht, die Guzmán in dem voraussichtlich Mitte April beginnenden Prozess vertreten könnten. Die nächste Anhörung ist für den 8. November angesetzt.

Guzmán hat künftig auch Zugang zu Büchern, Zeitschriften, einer Bibel sowie einem spanischsprachigen Priester, den er persönlich kennt. Er darf zudem rechtliche Korrespondenz empfangen und sich von seinem Anwalt Dokumente bringen lassen. (dpa/dmz/hl)

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