Gewaltwelle vor Wahlen: Weiterer Bürgermeisterkandidat in Mexiko getötet

In Atoyac de Álvarez kämpfen rivalisierende Banden um die Vorherrschaft (Foto: guerrerogradocero.blogspot)

 

Chilpancingo, 1. Januar 2017 – Ein halbes Jahr vor den Wahlen in Mexiko werden immer mehr Kommunalpolitiker Opfer von Mordanschlägen. Im konfliktreichen Bundesstaat Guerrero erschossen Unbekannte den Bürgermeisterkandidaten der Regierungspartei PRI für die Ortschaft Atoyac de Álvarez.

Das bestätigte am Montag die Generalstaatsanwaltschaft von Guerrero. Laut Medienberichten töteten die Angreifer Adolfo Serna Nogueda in der Silvesternacht mit acht Schüssen aus einer großkalibrigen Waffe. Noch kurz zuvor hatte der Bauunternehmer noch über Twitter seine Parteigenossen zur Einheit, Vernunft und Ernsthaftigkeit und Verantwortung aufgerufen. Der 35-jährige befand sich auf dem Heimweg, als er erschossen wurde. Die Täter konnten flüchteten. Die Kreisstadt Atoyac de Álvarez liegt 84 Kilometer nordwestlich von Acapulco an der Costa Grande.

Bereits in der vergangenen Woche waren zwei Bürgermeisterkandidaten der linken Partei PRD getötet worden. Am Donnerstagabend erschoss ein Angreifer den Bürgermeister von Petatlán, ebenfalls im Bundesstaat Guerrero, in einem Restaurant. Arturo Gómez Pérez von der linken Partei PRD wollte sich bei der Wahl im Juli 2018 im Amt bestätigen lassen.

Kurz zuvor war im Bundesstaat Jalisco der Abgeordnete Saúl Galindo getötet worden. Der PRD-Politiker wollte sich bei den kommenden Wahlen um das Bürgermeisteramt in der Ortschaft Tomatlán bewerben. Die Partei PRD rief die Behörden auf, die Sicherheit der Kandidaten zu gewährleisten.

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Neben dem Präsidenten und dem Kongress werden am 1. Juli kommenden Jahres auch acht Gouverneure, der Regierungschef von Mexiko-Stadt und rund 1600 Bürgermeister neu gewählt. Gerade vor Wahlen werden in Mexiko auch immer wieder Lokalpolitiker Opfer von Anschlägen, weil die mächtigen Drogenkartelle ihren Einfluss sichern wollen.  (dmz/hl mit Material von dpa)

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