Mexiko-Stadt verspricht Hilfe beim Wiederaufbau nach Erdbeben

Tausende Hauptstädter können nicht in ihre Wohnungen zurück (Foto: Sreenshot / YouTube)

 

Mexiko-Stadt, 26. September 2017 – Tausende Menschen sind in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt obdachlos. Sie bekommen zunächst Zuzahlungen zur Miete. Langfristig sollen Kredite für den Wiederaufbau vergeben werden.

Eine Woche nach dem schweren Erdbeben hat der Bürgermeister von Mexiko-Stadt einen Plan für den Wiederaufbau vorgestellt. Menschen, die ihre Häuser verloren haben, bekämen einfachen Zugang zu Krediten, kündigte Miguel Ángel Mancera am Dienstag an. Eine Kommission soll zudem Soforthilfen für die Opfer organisieren. So erhalten Obdachlose 3000 Pesos (140 Euro) pro Monat, um sich vorübergehend einmieten zu können.

„Heute tritt der Plan für Wiederaufbau in Kraft. Mexiko-Stadt wird widerstandsfähiger daraus hervorgehen“, sagte Mancera. Das Beben der Stärke 7,1 hatte am vergangenen Dienstag das Zentrum von Mexiko erschüttert. Tausende Menschen wurden obdachlos.

In der Millionenmetropole Mexiko-Stadt stürzten 38 Gebäude ein. 500 weitere sind so stark beschädigt, dass sie entweder abgerissen oder aufwendig verstärkt werden müssen. Mehr als 1300 Häuser müssen renoviert werden.

Die Zahl der Todesopfer stieg auf 331. Allein in Mexiko-Stadt seien 192 Menschen ums Leben gekommen, teilte der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, am Dienstag mit. Auch in den benachbarten Bundesstaaten Morelos und Puebla wurden Dutzende Menschen getötet.

Die Sucharbeiten nach Verschütteten dauerten weiter an. „Wir schätzen, dass noch 40 bis 50 Personen unter den Trümmern begraben sein könnten“, sagte Bürgermeister Mancera. „Wir werden ohne Unterlass weiterarbeiten, bis die letzte Person geborgen ist.“ Die Wahrscheinlichkeit, noch Lebende zu bergen, sinkt allerdings mit jedem Tag. (dpa/dmz/hl)

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