Mittelamerikanische Migranten fordern Asyl in Mexiko

Auf dem „Kreuzweg der Solidarität“: Migranten aus Mittelamerika marschieren von Meexikos Südgrenze an die US-Grenze im Norden (Foto: Screenshot / pueblossinfronteras)

 

Tapachula, 9. Oktober 2017 –  Rund 200 Mittelamerikaner sowie Menschenrechtler und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen sind am Montag in Tapachula im Süden Mexikos zu einem „Kreuzweg der Solidarität“ an die US-Grenze aufgebrochen.

An verschiedenen Stationen wollen die Mittelamerikaner bei den Aufräumarbeiten nach den jüngsten Erdbeben helfen und dabei ihre Solidarität und Dankbarkeit gegenüber den Mexikanern bezeugen. Angesichts der harten Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump Gleichzeitig forderten sie von Mexiko die Achtung der Menschenrechte und zügige Asylverfahren.

Zehntausende Mittelamerikaner versuchen jedes Jahr über Mexiko illegal in die USA einzuwandern. Trump hat ein hartes Vorgehen gegen die illegale Einwanderung angekündigt und will an der Grenze zu Mexiko eine Mauer errichten. Fehlende Arbeitsplätze, die Gefahr durch die mächtigen Jugendbanden und soziale Konflikte seien die Hauptgründe für die Migration aus Mittelamerika, sagte der Leiter der Organisation Völker ohne Grenzen, Irineo Mujica.

Die mexikanischen Behörden stoppen jedes Jahr zahlreiche Mittelamerikaner auf ihrem Weg nach Norden und schieben sie in ihre Herkunftsländer ab. In Mexiko-Stadt wollen die Migranten beim Senat nun um politisches Asyl für Flüchtlinge bitten, die sich bereits im Land befinden.

Auf der Webseite der Organisation erklären einige der Migranten in einem Video, dass sie versuchen werden, auf die andere Seite der Grenze zu gelangen und dass sie hoffen, von der gefürchteten mexikanischen Migrationsbehörde nicht aufgehalten zu werden. Unter den Teilnehmern sind auch Jugendliche und Kinder. (dmz/hl mit Material von dpa)

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