Polizei entdeckt mindestens 14 verbrannte Leichen in Mexiko

Immer wieder werden in Mexiko Massengräber gefunden (Symbolfoto Quadratín Guerrero)

 

Chilpancingo, 13. November 2017 – Mindestens 14 Leichen hat die Polizei in einer Schlucht im Bundesstaat Guerrero im Südwesten von Mexiko gefunden. Die Toten seien verbrannt und zum Teil verstümmelt gewesen, teilten die Sicherheitsbehörden von Guerrero am Montag mit.

Demnach wurden die Leichen in einer rund 400 Meter tiefen Schlucht nahe der Ortschaft Copanatoyac an der Straße von Tlapa nach Marquelia entdeckt. Zuvor hatten sich örtliche Polizisten und mutmaßliche Bandenmitglieder in der Region eine Schießerei geliefert. Entdeckt wurden die Toten von einem Bauern, berichtete die Nachrichtenagentur Quadratín.

Der Bundesstaat Guerrero ist eine der gefährlichsten Regionen in Mexiko. Verschiedene Verbrechersyndikate kämpfen um die Kontrolle über den Anbau und den Verkauf von Drogen.

Wegen der Zersplitterung der Unterwelt und Verteilungskämpfen innerhalb der Drogenkartelle hat die Gewalt in Mexiko zuletzt deutlich zugenommen. 2017 könnte das blutigste Jahr in der jüngeren Geschichte von Mexiko werden.

International in die Schlagzeilen geriet der Bundesstaat im Südwesten von Mexiko, in dem auch die Badeorte Acapulco und Ixtapa-Zihuatanejo liegen, durch die Verschleppung und den mutmaßlichen Mord an 43 Studenten des Lehrerseminars von Ayotzinapa Ende September 2014. Bis heute ist das Verbrechen ungeklärt. Verkohlte Knochenreste, die in einer Müllhalde am Ufer des Flusses Cocula entdeckt wurden, konnten nur zwei der Opfer zugeordnet werden. Von den anderen fehlt jede Spur. (dmz/hl mit Material von dpa)

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