Trump: Einbürgerung für „Dreamer“ nur gegen Geld für Grenzmauer

US-Präsident Donald  Trump am Dienstagabend in seiner Rede zur Nation (Foto: Screenshot)

 

Washington, 30. Januar 2018  – US-Präsident Donald Trump hat seine Forderung bekräftigt, bis zu 1,8 Millionen illegal ins Land gekommenen jungen Einwanderern eine Einbürgerung zu ermöglichen.

Migranten, die bestimmte Anforderungen erfüllten und einen „guten moralischen Charakter“ hätten, sollten die Möglichkeit haben, die US-Staatsbürgerschaft zu erlangen, sagte Trump am Dienstagabend in seiner Rede zur Lage der Nation. Der Republikaner machte aber zugleich klar, dass er im Gegenzug Geld für den geplanten Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko wolle.

Das Weiße Haus hatte die Pläne für die Reform der Einwanderungspolitik in der vergangenen Woche vorgelegt. Sie sind höchst umstritten, weil sie die Abschaffung mehrerer Bestandteile des bisherigen Systems vorsehen. So will Trump etwa die sogenannte Greencard-Lotterie beenden, die Menschen aus vielen verschiedenen Ländern eine Chance auf eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis in den USA gibt.

Trumps Plan umfasst den Schutz der “Dreamer”. Das sind etwa 690 000 Menschen, die als Kinder illegaler Einwanderer in die USA kamen und seither dort leben. Hinzu kämen 1,1 Millionen Migranten, die für dieses Schutzprogramm mit dem Namen Daca ebenfalls qualifiziert wären, sich aber nicht dafür bewarben. Sie alle könnten in den nächsten zehn bis zwölf Jahren die Staatsbürgerschaft bekommen.

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Die Demokraten unterstützen das, sind aber gegen andere Komponenten von Trumps Rahmenwerk. Beide Parteien müssen in den nächsten Wochen eine Einigung finden. (dpa/dmz/hl)

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