Von Drogenkartell verschleppte Ermittler in Mexiko wurden getötet

Die beiden verschleppten Ermittler sind tot (Foto: SDPnoticias)

 

Mexiko-Stadt, 19. Februar 2018 – Nun ist es schreckliche Gewissheit: Die beiden Anfang des Monats entführten Ermittler sind tot.  Bei den im Bundesstaat Nayarit entdeckten Leichen handele es sich um die beiden verschleppten Agenten, teilte die Generalstaatsanwaltschaft nach Auswertung der Gentests am Sonntag mit.

Die Männer waren Anfang am 5. Februar während ihres freien Tags entführt worden. Später tauchte im Internet ein Video auf, in dem die beiden Agenten zu sehen waren. Sie knieten vor vier vermummten Männern mit Schnellfeuerwaffen und verlasen eine Erklärung. Darin erhoben sie Anschuldigungen gegen den Innen- und Verteidigungsminister und bezichtigten die mexikanischen Sicherheitskräfte schwerer Menschenrechtsverletzungen.

Am Donnerstag wurden bei der Ortschaft Xalisco in Nayarit zwei zerstückelte Körper gefunden, die nun den beiden Männern zugeordnet wurden. Präsident Enrique a Nieto verurteilte das Vebrechen aufs Schärfste. Auch die Generalstaatsanwaltschaft übermittelte den Angehörigen ihre Solidarität und ihr Beileid. Der Familie wurde psychologischer Beistand gewährt.

Hinter der Entführung soll das Verbrechersyndikat Cartel Jalisco Nueva Generación (CJNG) stecken. Das Kartell ist innerhalb weniger Jahre zum mächtigsten Akteur in der mexikanischen Unterwelt aufgestiegen und greift auch immer wieder staatliche Sicherheitskräfte an. Bei Kämpfen mit Soldaten und Polizisten schossen seine Mitglieder sogar bereits einen Militärhubschrauber ab. (dmz/hl mit Material von dpa)

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