Acapulco viertgefährlichste Stadt der Welt

 

 

Acapulco an Mexikos Pazifikküste: Für die einen ein Paradies, für andere eine Hölle (Foto: Herdis Lüke)

Mexiko-Stadt/Caracas, 26. Januar 2016 – Der mexikanische Pazifikbadeort Acapulco im Bundesstaat Guerrero ist laut einer neuen Statistik der viertgefährlichste Ort der Welt. Während mexikoweit die Gewalt in den Städten zurückgegangen ist, wird es in Acapulco immer gefählicher. Die venezolanische Hauptstadt Caracas steht an der Spitze des Rankings der gefährlichsten Städte.

Nach dem jüngsten Bericht der mexikanischen NGO „Bürgerrat für öffentliche Sicherheit und Strafrecht“ (Consejo Ciudadano de Seguridad Pública y Seguridad Penal, A. C.) haben überdurchschnittlich viele mexikanische Städte das Ranking verlassen: Ciudad Juárez, Chihuahua, Cuernavaca, Nuevo Laredo und Torreón. Besonders deutlich ist die sinkende Kriminalitätsrate in Juárez, das von 2008 bis 2010 noch als gefährlichste Stadt der Welt galt. Es stehen aber noch immer fünf mexikanische Städte auf der Liste der 50 gefährlichsten Orte der Welt. Vor allem in Acapulco grassiert die organisierte Kriminalität.

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Die überwältigende Mehrheit der 50 gefährlichsten Städte der Welt,  41 an der Zahl, liegt in Lateinamerika. Besonders gefährlich lebt es sich in Venezuela: Caracas weist mit 119,87 Tötungsdelikten pro 100 000 Einwohner die höchste Mordrate außerhalb von Kriegsgebieten auf, dicht gefolgt von San Pedro Sula in Honduras (111,03). San Salvador in El Salvador steht an dritter Stelle (108,54), Acapulco an vierter (104,73) und das venezolanische Maturín an fünfter (86,45).

Positiv bewerteten die Experten die Entwicklung in Ciudad Juárez und Medellín in Kolumbien. In der Liste für 2015 tauchen beide Städte nicht mehr unter den 50 gefährlichsten Orten auf.

Trotz einiger Erfolge bleibt die Lage in Lateinamerika besorgniserregend: Während weltweit die Zahl der Morde immer weiter abnimmt, steigen die Tötungsdelikte in Lateinamerika und der Karibik.

„Schwache Staaten, soziale Ungleichheit und gespaltene Gesellschaften haben es Kriminellen ermöglicht, Stärke zu entwickeln und Fuß zu fassen“, sagt der Kriminologe Carlos Vilalta vom mexikanischen Forschungsinstitut Cide im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Er plädiert für eine kombinierte Strategie aus entschlossener Strafverfolgung und sozialer Prävention: „Anders wird sich die Gewalt kurz- und mittelfristig nicht bekämpfen lassen“. (dmz/sw mit Material von dpa)

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