Ärger über bakterielle Infektion – Eilers sorgt für Weltcup-Jubel

Joachim Eilers (Mitte) gewann das Keirin-Turnier in Guadalajara (Foto: Privat/ http://www.rad-net.de)

 

Der Auftakt in den Bahn-Weltcup in Mexiko wurde in der deutschen Mannschaft von den krankheitsbedingten Absagen von Kristina Vogel, Miriam Welte und Stefan Bötticher getrübt. Trotzdem gab es Grund zum Jubel: Joachim Eilers siegte im Keirin.

Guadalajara, 9. November 2014 – Die Verärgerung beim Bund Deutscher Radfahrer war groß. Kristina Vogel (Erfurt), Miriam Welte (Kaiserslautern) und Stefan Bötticher (Chemnitz) mussten am Samstag beim Weltcup-Saisonauftakt in Guadalajara ihre weiteren Starts absagen. «Wir gehen inzwischen von einer bakteriellen Infektion aus. Damit wird unser guter Auftakt zunichtegemacht und auch die fünfwöchige Vorbereitung ist völlig verpufft», sagte Bundestrainer Detlef Uibel.

Der Verzehr von Nudeln im Teamhotel soll das Trio außer Gefecht gesetzt haben. Nach einer Nacht mit Durchfall, Übelkeit und Gliederschmerzen war ein Start unmöglich. Auch der deutsche Frauen-Vierer und die Niederlande waren betroffen.

Ohne die Spitzenfahrer hatten die deutschen Teamsprinter in den Finals das Nachsehen. Bei den Männern mussten sich Robert Förstemann (Gera), Joachim Eilers (Chemnitz) und der nachgerückte Eric Engler (Cottbus) nach gewonnener Qualifikation in 43,106 Sekunden im Endlauf Olympiasieger Großbritannien hauchdünn in 42,092 Sekunden geschlagen geben. Bei den Frauen ging der Sieg kampflos an Australien. Da neben Vogel auch Miriam Welte über Krankheitssymptome klagte, verzichtete die Mannschaft auf eine Nachmeldung.

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Für die Aufbesserung der Laune im Sprinter-Lager sorgte Joachim Eilers. Nach seinem Überraschungs-Sieg bei der Europameisterschaft auf Guadeloupe vor drei Wochen konnte der 24-Jährige nun auch den Weltcup vor Matthew Glaetzer (Australien) und Fabian Puerta Zapata (Kolumbien) gewinnen. «Jo hat seine überragende physische Stärke ausspielen können», sagte Uibel, für den der turbulente Tag damit ein wenig erfreulich endete.

Grund zur Zufriedenheit hatte auch das deutsche Team in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung. Henning Bommel, Theo Reinhardt (beide Berlin), Leon Rohde (Cottbus), Nils Schomber (Neuss) und Kersten Thiele (Sinsheim) blieben im Turnierverlauf dreimal unter vier Minuten und verbesserten in der Zwischenrunde in 3:57,507 Minuten den erst knapp ein Jahr alten den deutschen Rekord deutlich.

Im kleinen Finale setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Sven Meyer gegen die Schweiz durch, wurde aber später von den Kommissären nach einem unangemeldeten Fahrerwechsel auf Platz vier zurückgesetzt. «Das war ein starkes Turnier von uns mit dem Rekord als Sahnehäubchen. Vor allem freue ich mich, dass wir erneut in der Olympia-Qualifikation gut gepunktet haben», sagte Meyer. (dpa/dmz/hl; Foto: http://www.rad-net.de)

 

 

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