Allergische Reaktion: Zwei Babys sterben nach Impfungen in Chiapas

Der Regierungschef von Chiapas, Manuel Velasco (Mitte), besuchte die Familien der betroffenen Babys am Sonntag im Krankenhaus (Foto: IMSS / Twitter)

 

Simojovel, 11. Mai 2015 – In der ländlichen Gemeinde La Pimienta haben Routineimpfungen bei mehr als 30 Babys allergische Schocks verursacht. Zwei Säuglinge überlebten die Impfungen nicht, 24 weitere sind noch in ärztlicher Behandlung. Das Gesundheitsamt rätselt über die Ursache der heftigen Reaktionen und hat die Impfstoffe vorläufig aus dem Verkehr gezogen.

Zwei Babys sind nach Routine-Impfungen im südlichen Bundesstaat Chiapas gestorben. 29 wurden ins Krankenhaus eingeliefert, teilte das mexikanische Institut für soziale Sicherheit (IMSS) am Sonntag mit. Fünf von ihnen konnten demnach am Dienstag wieder entlassen werden, 24 weitere Kleinkinder bleiben in ärztlicher Beobachtung. 18 seien in einem stabilen, sechs von ihnen noch in kritischem Zustand, wie das IMSS am Dienstag mitteilte.

Demnach hatten insgesamt 52 Säuglinge in der ländlichen Gemeinde La Pimienta die Impfungen gegen Tuberkulose, Rotaviren und Hepatitis B bekommen. Kurz darauf traten bei 31 von ihnen schwere Nebenwirkungen auf. Warum die Babys derart heftig auf die Impfungen reagierten, sei noch unklar, teilte das IMSS weiter mit. Als Vorsichtsmaßnahme seien die betroffenen Impfstoffe für Kleinkinder landesweit aus dem Verkehr gezogen worden und werden derzeit vom Gesundheitsamt analysiert.

Marcelo Perez, ein katholischer Priester in der südmexikanischen Region, sagte der Nachrichtenagentur AP, die Familien hätten davon berichtet, dass die Babys innerhalb weniger Stunden nach den Impfungen krank geworden seien. Die Nebenwirkungen seien am Freitag aufgetreten, woraufhin die Säuglinge in ein Krankenhaus in Simojovel im Bundesstaat Chiapas gekommen seien. Laut Regierungsangaben leben drt 93 Prozent der Menschen in Armut. (dmz/ds)

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