Der karibische Inselstaat Haiti – Das Armenhaus Lateinamerikas

 

 

Für viele Haitianer sind selbst Grundnahrungsmittel unbezahlbar  (Foto: Tom Morello / Twitter)

Port-au-Prince, 20. Januar 2016  Der karibische Inselstaat Haiti gilt als ärmstes Land Lateinamerikas. Die Hälfte der gut zehn Millionen Einwohner muss mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen. Für viele sind selbst Grundnahrungsmittel unbezahlbar. Die Säuglingssterblichkeit ist mit 60 je 1000 Geburten sehr hoch.

40 Prozent des Staatshaushalts werden vom Ausland finanziert. Trotz internationaler Hilfe liegt die Wirtschaft des 27 750 Quadratkilometer großen Landes am Boden, das noch etwas kleiner als Brandenburg ist. Ein katastrophales Erdbeben 2010 verschlimmerte die Lage noch. Rund 230 000 Menschen kamen dabei ums Leben, etwa 1,5 Millionen wurden obdachlos.

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Staatsoberhaupt ist seit 2011 Präsident Michel Martelly. Trotz einiger Fortschritte durch seinen wirtschaftsfreundlichen Kurs kann die Regierung kaum für Grundleistungen wie Gesundheitsversorgung, öffentliche Sicherheit und Bildung sorgen. (dmz/dpa/hl)

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