Durch den Kleiderschrank in die USA: Drogentunnel in Tijuana entdeckt

Blick in den ausgehobenen Tunnel (Foto: El Economista)

 

Tijuana, 8. April 2015 – In der Grenzstadt Tijuana ist Ermittlern ein Coup gegen Drogenschmuggler gelungen: Soldaten ertappten neun Arbeiter auf frischer Tat, wie sie in 20 Meter Tiefe an einem Drogentunnel in die USA arbeiteten. Der Eingang war in einem Kleiderschrank versteckt, wo ein High-Tech-Aufzug in die Erde führte.

Mexikanische Streitkräfte haben in der Stadt Tijuana an der Grenze zu den USA einen Tunnel zum Drogenschmuggel aufgespürt. Soldaten erwischten neun Männer auf frischer Tat, als sie gerade Erde für das bereits 143 Meter lange Bauwerk aushoben. Alle Verdächtigen wurden festgenommen. Außerdem beschlagnahmte die Armee einen Lkw, mit dem der anfallende Aushub abtransportiert wurde. Laut der Nachrichtenseite XEU.com hatten die Ermittler zuvor einen anonymen Hinweis bekommen.

Das illegale Bauwerk wurde den Angaben zufolge in 20 Metern Tiefe unter einer kürzlich eröffneten Schreinerei in der Colonia Aeropuerto gegraben. Der Einstieg befand sich demnach in einem Schrank. Im Schacht sei ein hoch moderner Aufzug installiert gewesen, mit dessen Hilfe die Drogenpakete hinab- bzw. hinaufbefördert werden sollten, wie El Excelsior berichtet. Auf Fotos ist zu sehen, dass der Tunnel auch mit Rohren und elektrischen Lampen ausgestattet ist.

In den vergangenen Jahren haben Ermittler bereits Dutzende solcher Tunnel im Grenzgebiet aufgespürt und geschlossen worden. Wie Radio Fórmula schreibt, ist es der achte gefundene Tunnel in der Gegend innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte.

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Die mexikanischen Drogenkartelle versuchen auf allen möglichen Wegen, ihre Ware in die Vereinigten Staaten zu schmuggeln. Neben dem Bau von Tunneln setzen sie auf Kuriere, die illegal über die Grenze in die USA reisen oder technische Lösungen wie Drohnen und Katapulte. (dmz/ds)

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