Fall Ayotzinapa: Mexiko setzt hohes Kopfgeld auf Ex-Polizeichef von Iguala aus

 

 

Felipe Flores, der ex-Polizeichef von Iguala, ist immer noch auf der Flucht. Auf ihn ist jetzt ein Kopfgeld von 2,5 Millionen Pesos ausgesetzt worden (Foto: Periódico La República)

Mexiko-Stadt, 6. Oktober 2015 – Das könnte ihn zu Fall bringen, denn es lockt viel Geld für Informanten: Über ein Jahr nach der Entführung und dem mutmaßlichen Mord an 43 Lehramtsstudenten in Iguala hat die Generalstaatsanwaltschaft von Mexiko ein Kopfgeld von 2,5 Millionen Pesos (133 000 Euro) auf den früheren Polizeichef von Iguala, Felipe Flores ausgesetzt.

Für Hinweise, die zur Festnahme von vier weiteren Verdächtigen führen, lobten die Ermittler am Dienstag außerdem eine Belohnung von jeweils 1,5 Millionen Pesos aus.

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Örtliche Polizisten hatten Ende September vergangenen Jahres die jungen Männer in der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero verschleppt und sie der kriminellen Organisation Guerreros Unidos übergeben. Bandenmitglieder räumten ein, die Studenten getötet und ihre Leichen verbrannt zu haben. Der Polizeichef tauchte unter, ebenso wie der damalige Bürgermeister von Iguala und seine Frau, die Wochen später erst ins Netz der Polizei gingen.

Experten u. A. der unabhängigen Interamerikanischen Menschenrechtskommission äußerten zuletzt allerdings Zweifel an den offiziellen Ermittlungsergebnissen. Die Ermittlungen gehen weiter, hatte die Regierung kürzlich verkündet. (dmz/hl mit Material von dpa)

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