Gräberfund in Mexiko

Grausige Entdeckung in Mexiko: Die Behörden legen versteckte Gräber mit mehreren Leichen frei. Wer sind die Toten? Im gefährlichsten Bundesstaat des Landes werden seit Tagen 43 Studenten vermisst.

 


Mexiko-Stadt, 5. Oktober 2014 – Nach der Entdeckung von versteckten Gräbern wächst in Mexikos Unruheregion Guerrero die Sorge, dass es sich bei den Toten um einige der seit Tagen vermissten Studenten handelt. Allerdings gab es zunächst keinen Hinweis auf die Identität der Opfer. Die Ermittler entdeckten am Samstag in Pueblo Viejo nordwestlich des Ortes Iguala mehrere versteckte Gräber, in denen nach Angaben lokaler Medien mindestens acht verkohlte Leichen lagen.

Möglicherweise steht der Fund im Zusammenhang mit einer blutigen Auseinandersetzung vor mehr als einer Woche. Bei einem gewaltsamen Polizeieinsatz waren am 26. September drei Studenten erschossen worden. Seitdem fehlt auch von den 43 Lehramtsstudenten jede Spur. Bei weiteren Schießereien kamen vorige Woche bei Iguala drei Menschen ums Leben. Im Zuge der Ermittlungen wurden 30 Menschen festgenommen, darunter 22 örtliche Polizisten, gegen die Untersuchungen wegen der Vorfälle laufen.

Einer der Festgenommenen soll die Ermittler am Samstag zu den Gräbern geführt haben. Der regionale Gesundheitsminister Lázaro Mazón Alonso sagte, die Identifizierung der Leichen werde vermutlich zwei Wochen dauern. Unterdessen protestierten Angehörige der 43 Vermissten vor der Residenz von Guerros Gouverneur Ángel Aguirre. „Warum ist Präsident (Enrique) Peña Nieto nicht hier? Es sind 43 und nicht zwei Opfer, und es sind keine Straftäter, sondern Studenten“, kritisierte der Vater eines Studenten. 

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Guerrero gilt als der gefährlichste Bundesstaat Mexikos. Mit 61,59 Morden je 100 000 Einwohnern liegt die von der Drogenkriminalität erschütterte Region, in der sich auch der beliebte Ferienort Acapulco befindet, noch weit vor den Rauschgifthochburgen Sinaloa, Michoacán und Tamaulipas. (dpa/dmz/hl; Foto:www.almomento.mx)

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