Kubanische Flüchtlinge brauchen künftig wieder Visa für Ecuador

 

 

Ab 1. Dezember: Visumspflicht für Kubaner die nach Ecuador reisen wollen (Foto: thecubanhouses)

Quito, 27. November 2015 – Reisende aus Kuba brauchen ab dem 1. Dezember wieder ein Visum für Ecuador. Angesichts des Andrangs von Flüchtlingen aus der sozialistischen Karibikinsel sei die Maßnahme notwendig geworden. Sie sei als Schutz für die vielen Kubaner gedacht, die von Ecuador aus – oftmals mit Hilfe von Schlepperbanden – bis in die USA zu gelangen versuchten.

 „Ziel ist, diese für Männer, Frauen, Jungen und Mädchen gefährliche Migration zu bremsen“, erklärte Vize-Außenminister Xavier Lasso am Donnerstag.

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Tausende Kubaner nutzen zur Zeit die Möglichkeit, von Ecuador aus auf dem riskanten Landweg über Kolumbien, Mittelamerika und Mexiko die USA zu erreichen. Wegen des Endes der Eiszeit zwischen Washington und Havanna befürchten die Flüchtlinge offenbar, bald nicht mehr so einfach wie bisher eine Aufenthaltserlaubnis in den USA zu erhalten.

Derzeit sitzen mehr als 3000 Kubaner in Costa Rica fest, weil das Nachbarland Nicaragua ihnen die Weiterreise nach Norden verwehrt. Costa Rica dankte Ecuador für die Wiedereinführung der Visumspflicht. (dmz/dpa/vs/hl)

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