Maduro verbietet Export

Caracas, 23. August 2014 – Im Kampf gegen die Versorgungsengpässe in Venezuela ergreift die linksgerichtete Regierung radikale Maßnahmen. Der Export von Dingen des täglichen Bedarfs sei ab sofort verboten, sagte Präsident Nicolás Maduro am Freitag. Was innerhalb der venezolanischen Grenzen produziert werde, solle auch dort konsumiert werden, zitierte die Zeitung „Últimas Noticias“ den Staatschef.

 

Im ölreichen Venezuela fehlt es immer wieder an Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs. Die Regierung macht dafür Schmuggler verantwortlich, die subventionierte Güter zu deutlich höheren Preisen im Nachbarland Kolumbien verkaufen. Für die Opposition sind die Engpässe hingegen Ergebnis einer verfehlten Wirtschaftspolitik.

Auch die Venezolaner sollen nach den Plänen der Regierung künftig nur noch eingeschränkt Produkte erwerben dürfen. Um Hamsterkäufe zu unterbinden, müssen sie in den Geschäften künftig ihren Fingerabdruck hinterlassen. Die Opposition kritisierte das Kontrollsystem scharf. „Das ist Rationierung. Sie werden uns nicht mehr als ein Hühnchen pro Woche kaufen lassen“, sagte Oppositionsführer Henrique Capriles.

Eine bessere Versorgung werde mit dem Kontrollsystem keinesfalls erreicht. „Solange es keinen Politikwechsel gibt, wird Mangel herrschen. Es herrscht Mangel, weil die Industrie am Boden liegt“, sagte der Gouverneur des Bundesstaats Miranda. (dpa/dmz/hl; Foto: www.almomento.mx)

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