Mexiko bildet mehr Ingenieure aus

Mexiko-Stadt, 4. Oktober 2014 – In Mexiko gibt es mehr Ingenieure als in Deutschland, Spanien oder Brasilien. Im vergangenen Jahr haben rund 118.000 Studenten den Ingenieurtitel erworben, in vielen Fällen entspricht ihre Ausbildung aber nicht den Anforderungen des heutigen Arbeitsmarkts, erklärte Sergio Alcocer Martínez, Präsident der mexikanischen Akademie für Ingenieurwissenschaften in einem Interview mit der Tageszeitung „Excélsior“. Die Studieninhalte der Ingenieurwissenschaften müssten deshalb dringend verbessert werden. Denn gute Ingenieure würden in Mexiko dringend gebraucht.

 

Nach Angaben von Alcocer arbeitet nur die Hälfte der Ingenieure nach Studienabschluss in ihrem Fachgebiet, nur wenige von ihnen gingen in die Forschung und Entwicklung. Alcocer beruft sich auf eine Unesco-Studie, wonachdie Zahl der Studienabsolventen der Ingenieurwissenschaften in Mexiko in den letzten 20 Jahren bedeutend angestiegen ist. Waren es 1991 noch 429 Studenten, die landesweit an drei technischen Universitäten studieren konnten, können sich heute über 100.000 Studenten an mehr als 80 Universitäten in Mexiko zum Ingenieur ausbilden lassen.

Weltweit steht Mexiko mit den meisten Studienabgängern der Ingenieurwissenschaften an sechster Stelle. Den ersten Platz belegt Russland mit 454.000 ausgebildeten Ingenieuren, gefolgt von Iran, USA, Ukraine und Indonesien.

Die Studieninhalte der Ingenieurwissenschaften müssen in Mexiko dringend den heutigen Anforderungen angepasst werden, fordert Alcocer Martínez. Die Studenten müssten sich auf ein Fachgebiet spezialisieren, damit sie für die Herausforderungen des heutigen Arbeitsmarkts gewappnet seien. Auch die Universitäten müssten ihre Studienpläne anpassen, vor allem in den Grundfächern Physik, Chemie und Mathematik. Viele Studienanfänger brächten nicht alle Grundkenntnisse mit, die für das Studium erforderlich seien, bemängelt Alcocer Martínez. In diesem Zusammenhang seien auch die Professoren und Dozenten gefordert.

Die positive Nachricht: Mexiko verspreche gute Jobaussichten für die Ingenieure Durch die kürzlich in Kraft getretenen Reformen der Telekommunikation und der Energie werden neue interessante Aufgaben für Ingenieure geschaffen, meint der Präsident der mexikanischen Akademie für Ingenieurwissenschaften, die aber auch gute Fachkenntnisse verlangen. Die Absolventen müssen fähig sein, in einem internationalen Umfeld zu arbeiten. Gute Sprachkenntnisse in Englisch seien hier unverzichtbar.

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Nach einer Umfrage des mexikanischen Statistikamtes INEGI zur Beschäftigung gehen insgesamt 7,5 Millionen Hochschulabsolventen in Mexiko einer Beschäftigung nach. Die Studienbereiche, aus denen die meisten Beschäftigten hervorgehen, sind Betriebswirtschaft (2,2 Millionen), Ingenieurwissenschaften, (1.7 Millionen) und Sozialwissenschaften (1 Million). (dmz/as/hl)

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