Michoacán unter staatlicher Kontrolle

45,5 Milliarden Pesos für Kredite für Kleinbetriebe, Ausbau der Infrastruktur und neue Schulen

 

Morelia, 4. Februar – Mexikanische Sicherheitskräfte haben den Bundesstaat Michoacán wieder vollständig unter staatliche Kontrolle gebracht. Es ist uns gelungen, das Gebiet zurückzugewinnen sagte Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong am Dienstag in der Provinzhauptstadt Morelia.

 

In dem Bundesstaat im Westen des Landes hatten sich Bürgerwehren und das Drogenkartell Tempelritter zuletzt heftige Auseinandersetzungen geliefert. Mitte Januar schickte die mexikanische Regierung über 9.000 Soldaten und Polizisten in die Region, um die öffentliche Ordnung wieder herzustellen.

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Die Macht des organisierten Verbrechens wird ein für alle Mal gebrochen, sagte der Sonderbeauftragte für die Sicherheit in Michoacán, Alfredo Castillo Cervantes. In knapp drei Wochen seien über 300 Verdächtige festgenommen worden.

Auch die Legalisierung der Selbstverteidigungsgruppen schreite voran. So hätten sich über 500 Mitglieder der Bürgerwehren bei den Behörden gemeldet, um sich den offiziellen ländlichen Sicherheitskräften anzuschliessen. Über 800 Waffen seien registriert worden.

In der zweiten Phase der Sicherheitsstrategie würden nun Projekte in den Bereichen Entwicklung, Bildung und Soziales angeschoben, sagte Präsident Enrique Peña Nieto, der am Dienstag in Morelia mit seinem gesamten Kabinett in Michoacán tagte und hier den Startschuss für den Plan “Michoacán, Juntos lo vamos a lograr” gab. So solle das Vertrauen in den Staat wieder hergestellt werden.

Mexiko werde im laufenden Jahr 45,5 Milliarden Pesos (2,5 Milliarden Euro) in Michoacán investieren, kündigte der Staatschef an. Das Geld solle u. a. in Kredite für Kleinbetriebe, den Ausbau der Infrastruktur und neue Schulen fliessen.

Die Vertreter des Bundes würden so lange in Michoacán bleiben, wie notwendig sagte der Präsident, bis die lokalen Autoritäten die institutionelle Solidität hätten, um die Entwicklung des Bundesstaates zu garantieren.

Peña Nieto räumte ein, dass der gesellschaftliche Wiederaufbau dieses Bundesstaates Zeit, Ressourcen und die Bemühungen aller brauchten, aber wie jeder komplexe Prozess werde eine entsprechende Überwachung notwendig sein.

Peña Nieto wies seinen Innenminister Osorio Chong an, regelmässig persönlich in Michoacán zu erscheinen, um sicherzugehen, dass die von der Regierung angekündigten Verpflichtungen auch eingehalten würden. Der Präsident sagte zu, selbst mindestens zwölf Mal im Jahr den Bundesstaat zu besuchen. Zuvor hatte der Gouverneur Fausto Vallejo geklagt, der Bund habe sich nicht genügend um Michoacán gekümmert. (dmz/hl mit Information von dpa)

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Morelia, 4. Februar – Mexikanische Sicherheitskräfte haben den Bundesstaat Michoacán wieder vollständig unter staatliche Kontrolle gebracht. Es ist uns gelungen, das Gebiet zurückzugewinnen sagte Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong am Dienstag in der Provinzhauptstadt Morelia.

 

In dem Bundesstaat im Westen des Landes hatten sich Bürgerwehren und das Drogenkartell Tempelritter zuletzt heftige Auseinandersetzungen geliefert. Mitte Januar schickte die mexikanische Regierung über 9.000 Soldaten und Polizisten in die Region, um die öffentliche Ordnung wieder herzustellen.

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Die Macht des organisierten Verbrechens wird ein für alle Mal gebrochen, sagte der Sonderbeauftragte für die Sicherheit in Michoacán, Alfredo Castillo Cervantes. In knapp drei Wochen seien über 300 Verdächtige festgenommen worden.

Auch die Legalisierung der Selbstverteidigungsgruppen schreite voran. So hätten sich über 500 Mitglieder der Bürgerwehren bei den Behörden gemeldet, um sich den offiziellen ländlichen Sicherheitskräften anzuschliessen. Über 800 Waffen seien registriert worden.

In der zweiten Phase der Sicherheitsstrategie würden nun Projekte in den Bereichen Entwicklung, Bildung und Soziales angeschoben, sagte Präsident Enrique Peña Nieto, der am Dienstag in Morelia mit seinem gesamten Kabinett in Michoacán tagte und hier den Startschuss für den Plan “Michoacán, Juntos lo vamos a lograr” gab. So solle das Vertrauen in den Staat wieder hergestellt werden.

Mexiko werde im laufenden Jahr 45,5 Milliarden Pesos (2,5 Milliarden Euro) in Michoacán investieren, kündigte der Staatschef an. Das Geld solle u. a. in Kredite für Kleinbetriebe, den Ausbau der Infrastruktur und neue Schulen fliessen.

Die Vertreter des Bundes würden so lange in Michoacán bleiben, wie notwendig sagte der Präsident, bis die lokalen Autoritäten die institutionelle Solidität hätten, um die Entwicklung des Bundesstaates zu garantieren.

Peña Nieto räumte ein, dass der gesellschaftliche Wiederaufbau dieses Bundesstaates Zeit, Ressourcen und die Bemühungen aller brauchten, aber wie jeder komplexe Prozess werde eine entsprechende Überwachung notwendig sein.

Peña Nieto wies seinen Innenminister Osorio Chong an, regelmässig persönlich in Michoacán zu erscheinen, um sicherzugehen, dass die von der Regierung angekündigten Verpflichtungen auch eingehalten würden. Der Präsident sagte zu, selbst mindestens zwölf Mal im Jahr den Bundesstaat zu besuchen. Zuvor hatte der Gouverneur Fausto Vallejo geklagt, der Bund habe sich nicht genügend um Michoacán gekümmert. (dmz/hl mit Information von dpa)

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