Polizei befreit mehr als Hundert Migranten aus der Gewalt von Kidnappern

Unter den entführten Personen waren auch mehrere Kinder. (Foto: Cuartoscuro)

 

Axapusco, 7. Mai 2015 – Erneut ist eine Entführerbande aufgeflogen. Im Estado de México befreiten Polizisten 103 Einwanderer aus Lateinamerika, Sri Lanka und Indien, darunter auch Kinder und Frauen. Sie wollten offenbar illegal in die USA einreisen und wurden seit über einem Monat in einem Haus festgehalten. Fünf Verdächtige sitzen in Haft.

Die Polizei hat in Axapusco im Estado de México 103 illegale Einwanderer aus der Gewalt von Entführern befreit. Unter den Menschen aus Guatemala, San Salvador, Honduras, Sri Lanka und Indien seien auch 19 Frauen und 14 Kinder gewesen, teilte die Nationale Sicherheitskommission am Mittwoch mit. Fünf Verdächtige wurden festgenommen.

Demnach waren die Migranten auf dem Weg in die USA. Wie die Zeitung „Milenio“ schreibt, wurden sie jedoch vorher entführt und seit 35 Tagen in einem Haus ohne Kontakt zu Außenwelt festgehalten. Laut der Zeitung „El Universal“ hatten die Kidnapper um das Haus einen elektrischen Zaun installiert, um eine Flucht zu verhindern.

Die Verdächtigen hätten versucht, Lösegeld von den Familien der Opfer zu erpressen. Demnach drohten sie ihnen damit, sie an Verbrecherbanden auszuliefern, wenn sie nicht die Telefonnummern von Verwandten herausrückten, von denen die Menschenschmuggler Geld erpressen wollten.

Event Tickets at TicketNetwork.com

Jedes Jahr versuchen Tausende Mittelamerikaner über Mexiko in die USA zu gelangen. Häufig werden sie dabei zu Opfern krimineller Organisationen. Erst in der vergangenen Woche hatten Bundespolizisten in Tamaulipas 96 Migranten befreit. In dem nördlichen Bundesstaat nahe der US-Grenze verschleppen vor allem Mitglieder des Golf-Kartells und des Verbrechersyndikats “Los Zetas” Migranten und erpressen deren Familien. Im vergangenen Jahr 2014 wurden 682 Entführungsfälle von Migranten gemeldet – die Dunkelziffer dürfte jedoch noch weit höher liegen. (dmz/ds)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*