Präsident verurteilt Massaker

Mexiko-Stadt, 6. Oktober 2014 – Nach einem Massaker an zahlreichen Studenten in Mexiko hat Präsident Enrique Peña Nieto die Tat scharf verurteilt. Der Mord an den jungen Leuten im Bundesstaat Guerrero, in den vermutlich auch die örtliche Polizei verwickelt ist, sei empörend und inakzeptabel, sagte der Staatschef am Montag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz im Ehrenhof des Nationalpalasts. Üblicherweise äußert sich der Präsident nicht zu einzelnen Gewalttaten in Mexiko.

 

Peña Nieto kündigte an, die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Straflosigkeit dürfe es in einem Rechtsstaat nicht geben. Der Präsident beauftragte sein Sicherheitskabinett, alles zu tun, diese „inakzeptablen und empörenden Vorfälle“ zu klären und die Wahrheit herauszufinden, sagte Peña Nieto.

Der Auftritt des mexikanischen Staatschefs vor der Presse an diesem Montag zeigt, wie ernst die Vorfälle in Guerrero zu nehmen sind. Medien in der ganzen Welt berichten über das Massaker an den Studenten.

Nach einer Protestaktion vor rund einer Woche waren in der Stadt Iguala 43 Studenten verschwunden. Jetzt gestanden zwei Mitglieder der kriminellen Organisation „Guerreros Unidos“ den Mord an 17 Verschleppten. Insgesamt wurden in einem Massengrab am Stadtrand 28 Leichen entdeckt. Den Auftrag sollen der städtische Sicherheitsdirektor und der regionale Bandenchef erteilt haben. Laut den Zeugen stehen zahlreiche Beamte der städtischen Polizei von Iguala auf der Gehaltsliste der „Guerreros Unidos“. (dmz/hl mit Material von dpa)

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