Preise steigen um 63,4%

Caracas, 10. September 2014 – Die Preise in dem von einer schweren Wirtschaftskrise betroffenen Venezuela sind in den vergangenen zwölf Monaten um 63,4 Prozent gestiegen. Allein zwischen Januar und August 2014 kletterte die Inflationsrate auf 39 Prozent, wie die venezolanische Zentralbank am Dienstag mitteilte. Das war die höchste Preissteigerung in den ersten acht Monaten eines Jahres seit 1997.

 

Bei Lebensmitteln lag die Inflationsrate sogar bei 91 Prozent. „Die Nachfrage steigt, weil die Zentralbank Geld druckt, um die Regierung zu finanzieren“, sagte der frühere Chef der Abteilung für Wirtschaftsforschung der Notenbank, José Guerra, am Mittwoch der Zeitung „El Universal“. „Gleichzeitig sinkt das Angebot an Importen, weil wir weniger Dollars haben. Hinzu kommt ein Produktionsrückgang vor allem bei Lebensmitteln.“

Erst im August hat die Regierung eine Lebensmittelrationierung verfügt und den Export von Lebensmitteln verboten. Venezolaner müssen beim Einkaufen ihren Fingerabdruck hinterlassen.

Das erdölreiche Venezuela leidet seit Monaten unter einer schweren Versorgungskrise. Während die Regierung Schmuggler für den Mangel an Dingen des täglichen Bedarfs verantwortlich macht, kritisiert die Opposition die aus ihrer Sicht verfehlte Wirtschaftspolitik des linksgerichteten Präsidenten Nicolás Maduro. (dpa/dmz/hl; Foto: www.almomento.mx)

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