Sänger streicht Narco-Corridos

Mexiko-Stadt, 28. August 2014 – Aus Angst vor den mächtigen Drogenkartellen verzichtet der mexikanische Sänger El Komander künftig auf Gangster-Balladen, die populären Narco-Corridos. „Ich muss auf mich achtgeben, wie jeder andere Mexikaner auch“, sagte der Musiker in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der Zeitung „Reforma“. „Ich hatte viel Erfolg, aber jetzt muss ich aufpassen, was ich singe.“ Künftig wolle er sich in seinen Liedern unverfänglicherer Themen wie der Liebe widmen.

 

Alfredo Ríos alias „El Komander“ stammt aus der Kartellhochburg Sinaloa im Nordwesten des Landes und wurde mit Narco-Corridos berühmt, die das Leben der Drogenhändler verherrlichen. In einigen Regionen sind die Gangster-Balladen bereits verboten. Zudem werden Sänger des Genres immer wieder zu Opfern der rivalisierenden Kartelle. El Komander wurde mehrfach angegriffen und lässt sich von Leibwächtern beschützen. (dpa/dmz/hl; Foto: www.almomento.mx)

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