Viel mehr Vermisste im Drogenkrieg

Mexiko-Stadt , 21. August 2014 – Die Zahl der im sogenannten Drogenkrieg Vermissten ist laut Mexikos Regierung dreimal höher als bislang geschätzt. So suchten die Behörden nach mehr als 22 000 Menschen, die seit Ende 2006 vermisst gemeldet worden seien, teilte das Büro des Generalstaatsanwalts am Donnerstag mit. Noch im Mai hatte der Innenminister von rund 8000 Vermissten gesprochen, wobei nicht klar war, woher die Zahlen kamen. Im Juni wurde die Zahl bereits mit 16 000 angegeben.

 

Die neuesten Daten schließen die der Regierung von Felipe Calderón ein, hieß es weiter. Dabei seien alle Zahlen und Daten überprüft und Register bereinigt worden, erklärte die Bundesanwaltschaft. Die Register beruhten auf Daten der Behörden aus allen Bundesstaaten.

Im Zeitraum vom 1. Dezember 2012, dem Tag der Regierungsübernahme von Präsident Enrique Peña Nieto, bis zum Stichtag 31. Juli diesen Jahres, wurden den Staatsanwaltschaften zufolge zufolge 23.234 Menschen als verschwunden gemeldet; knapp 13.000 seien lebend wiedergefunden worden, von 9.790 fehle bisher jede Spur.

Bei Regierungsübernahme am 1. Dezember 2012 sei Peña Nieto eine Liste übergeben worden, wonach bis zum 30. November 2012 26.121 Menschen als vermisst gemeldet waren. Diese Zahlen seien von 2011 an gezählt worden.

Nach Bereinigung und Aktualisierung der alten Listen wurden 29.707 Personen als vermisst gemeldet, von denen 17.175 lokalisiert und 16.274 lebend aufgefunden wurden. Ungeklärt sei danach der Verbleib von 12.532 Menschen, die zu den 22.322 in der Regierungszeit von Enrique Peña Nieto hinzugerechnet werden müssten. (dmz/hl mit Material von dpa; Foto: www.almomento.mx)

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