Vorfälle in Guerrero

 

 

Genf, 10. Februar 2014 – Die Vereinten Nationen haben den mutmaßlichen Mord und die Verschleppung von Studenten des Lehrerseminars in Ayotzinapa Ende September in Iguala im Bundesstaat Guerrero als „nicht akzeptabel“ kritisiert. Die Ermittlungen stellten den „Willen und die Fähigkeiten Mexikos, Menschenrechtsverletzungen zu begegnen, auf den Prüfstand“, hieß es in einer am Freitag von mexikanischen Medien verbreiteten Erklärung des UNO-Hochkommmisariats für Menschenrechte  in Genf.  Es sei nicht hinnehmbar, dass Vorfälle dieser Art passierten, schon gar nicht in einem Rechtstaat.

Ende September waren nach Zusammenstößen zwischen Studenten und der örtlichen Polizei in Iguala mehr als 40 junge Leute verschwunden. In fünf Massengräbern außerhalb der Stadt entdeckten die Ermittler 28 zum Teil verbrannte Leichen. Zwei Mitglieder des Kartells „Guerreros Unidos“ räumten den Mord an 17 Studenten ein, auch Polizisten sollen in die Tat verwickelt sein. 22 Beamte waren einen Tag nach der Attacke auf die Studenten festgenommen. Ob es sich bei den Toten tatsächlich um die verschleppten Studenten handelt, ist bislang unklar. Die örtlichen Sicherheitskräfte sind nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft von kriminellen Organisationen unterwandert.

Die UNO-Menschenrechtskommission forderte Mexiko auf, keine Anstrengungen zu scheuen, um die Verschwundenen zu finden, den Vorfall zu klären sowie die Familien der Opfer und “diejenigen, die die Untersuchungen unterstützen”, zu schützen. Sie spielten damit auf die Teilnahme eines forensischen Expertenteams aus Argentinien an der Untersuchung der Leichen an.

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Die Menschenrechtsexperten der UNO erinnerten daran, dass sie bereits seit Jahren die fehlende Strafverfolgung im Fall von Verschleppungen, Exekutionen und Folter sowie Problemen bei der Suche nach und Identifizierung von Verschwundenen in Mexiko anprangern. (dmz/hl; Foto: www.almomento.mx)

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