Werke von David Camorlinga

Mexiko-Stadt, 9. August 2014 – Die Academia de San Carlos im historischen Zentrum von Mexiko-Stadt ist eine der ältesten Kunstakademien der Welt und von internationalem Ruf. Allein deshalb ist sie einen Besuch wert. In diesem Monat stellt mit David Camorlinga ein außergewöhnliches junges Talent aus: der Architekt und Bildhauer David Camorlinga. Unter dem Thema „La rúbrica del ánima“ (in etwa: Handzeichen der Seele) sind 25 Skulpturen verschiedener Formate und Materialien zu sehen.

 

Eine Idee für eine Skulptur, erklärt der von Kritikern auch als „Jäger der Kunst“ bezeichnete 31-jährige, hänge jeweils von seiner Gemütsverfassung ab. Die Ideen überfallen ihn in den komischsten Momente: „Ich kann in einem Restaurant sitzen, und plötzlich habe ich eine Eingebung. Ich fange an irgendetwas zu zeichnen. Da kommt zum Beispiel ein Pärchen vorbei, ich beobachte es, und dann möchte ich das, was es ausstrahlt, auch ausstrahlen und übertragen.“ Von diesem Erlebnis hängt dann auch das Finish einer Skulptur ab, ob die Oberfläche glatt oder ob die Objekte eine aufgebrochene Struktur haben.

Eine Skulptur ist für ihn nicht fertig, wenn er ihre Form geschaffen hat. „Ich beteilige mich in jeder Phase“, erläutert der Künstler seine Arbeit. „Ich will nicht einfach meine Arbeit in der Gießerei abgeben. Häufig musste ich schon in der Gießerei campieren, bis die Textur genau so wurde, wie ich sie wollte.“ Der Künstler hat Museen vieler Länder besucht, darunter in den USA und Kanada, Indien und Europa, und sich vom ynkretismus der Kulturen inspirieren lassen. Bisher hat Camorlinga verschiedene Einzelausstellungen in Mexiko gehabt, darunter auch beim Festival Internacional Cervantino in Guanajuato.

In der Ausstellung sind Objekte wie Vacivus (Leere) aus Harz und Beton zu sehen, eine drei Meter hohe Skulptur die geradezu dazu auffordert, sie anzufassen, oder “Susurra del Mar” (Meeressäauseln) und „Plumas“ (Federn), „Elefante“ (Elephant), „Serpiente“ (Schlange) und „Renacer“ (Auferstehen), mit denen er die Geometrie symbolisiert.

Die Ausstellung ist noch bis 28. August zu sehen (Academia 22, Historisches Zentrum). (dmz/hl)

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