Benzindiebe: Mutmaßlicher Bandenchef in Schönheitsklinik erschossen

In der Klinik ließ sich das Opfer auch die Fingerkuppen operieren (Foto: Staatsanwaltschaft Puebla)

 

Puebla, 3. November 2017 – Der mutmaßliche Anführer einer Bande von Benzindieben ist in einer Schönheitsklinik in Puebla getötet worden. Unbekannte seien in die Klinik eingedrungen und hätten vier Menschen erschossen. Bereits am Montag waren bei Angriffen 17 Menschen getötet worden.

Wie die örtliche Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, wollte sich der Bandenchef einem plastischen Eingriff im Gesicht unterziehen sowie die Fingerabdrücke ändern lassen, um seine Identität zu verschleiern.

Bei Kämpfen zwischen mutmaßlichen Benzindieben, in Mexiko „huachicoleros“ genannt,  waren am Montag zwölf Menschen ums Leben gekommen. In der Ortschaft Tlatenango im Bundesstaat Puebla eröffneten Angreifer aus einem Geländewagen heraus das Feuer auf eine andere Gruppe und töteten fünf Personen. In der Stadt Puebla sowie in der Ortschaft Amozoc wurden sieben weitere Menschen getötet.

„Wir gehen davon aus, dass in den Benzindiebstahl verwickelte Banden ihre Rechnungen beglichen haben“, hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

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Der Diebstahl von Treibstoff ist in Mexiko weit verbreitet. Der staatliche Ölkonzern Pemex verliert dadurch pro Jahr über eine Milliarde US-Dollar. In den Diebstahl sind sowohl lokale Gruppen als auch die großen Verbrechersyndikate verwickelt. Beim illegalen Abzapfen kommt es auch immer wieder zu schweren Unfällen. (dpa/dmz/hl)

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