Kettenreaktion: Über dreißig Kondore in Argentinien vergiftet

Die 34 toten Kondore (Foto: Los Andes / Regierung Mendoza)

 

Mendoza, 23. Januar 2018 – Sie fraßen offenbar von einem vergifteten zerrissenen Schaf: In den argentinischen Anden sind 34 Kondore tot aufgefunden worden. Neben den Kondorkadavern seien auch ein toter Puma sowie ein totes Schaf gefunden worden.

Die Tiere wurden alle vergiftet, berichtete die Zeitung „Los Andes“ am Montag unter Berufung auf die Behörden der Provinz Mendoza.  Die Tierleichen befanden sich demnach auf rund 3000 Metern Höhe in der Nähe der Bergortschaft Los Molles, 1000 Kilometer westlich der Hauptstadt Buenos Aires.

Farmer hätten wahrscheinlich das von einem Puma gerissene Schaf vergiftet, erklärte der Naturschutzchef von Mendoza, Adrián Gorrindo. Dies sei eine übliche, wenn auch illegale Gewohnheit der Landwirte, um ihre Zuchttiere zu schützen.

Der Puma kehrte offenbar zu dem gerissenen Tier zurück, um weiter davon zu fressen und starb an dem Gift. Auch die Kondore fraßen wohl von dem Schaf und fielen damit ebenfalls dem Gift zum Opfer.

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Der Kondor (Vultur gryphus) – mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern weltweit eine der größten fliegenden Vogelarten – steht in Argentinien unter Naturschutz. Ein regionales Auswilderungsprogramm hat in den letzten Jahrzehnten über 260 Kondore in Südamerika freigesetzt, die verwundet gefangen wurden oder in zoologischen Gärten ausgeschlüpft waren. (dpa/dmz/hl)

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