USA oder Mexiko? Weiß „El Chapo” noch, was er will?

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Sieben Monate nach seiner Flucht aus einem mexikanischen Hochsicherheitsgefängnis wurde „El Chapo” im Januar wieder gefasst – seither droht ihm die Auslieferung an die USA (Foto: hereandnow.wbur.org)

Mexiko-Stadt, 27. April 2016 – Mal will er, mal will er nicht: Im März wollte der Drogenboss „El Chapo” seine Auslieferung in die USA noch beschleunigen. Nun hat sich seine Meinung offenbar geändert. Er scheint die mexikanischen Haftbedingungen nun wieder den US-amerikanischen vorzuzuiehen.

Die Anwälte des mexikanischen Drogenhändlers Joaquín „El Chapo” Guzmán wollen die Auslieferung ihres Mandanten in die Vereinigten Staaten um jeden Preis verhindern. Wenn nötig werde er bis vor den Obersten Gerichtshof ziehen, sagte der Anwalt José Refugio Rodríguez am Mittwoch im Radiosender Fórmula. Im März wollte „El Chapo” noch mit den US-Behörden verhandeln und seine Auslieferung beschleunigen, weil er in der mexikanischen Haft misshandelt werde.

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Gegen den Chef des Sinaloa-Kartells liegen mehrere Auslieferungsanträge aus den USA vor. Dort wird ihm unter anderem Mord, Drogenhandel, Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie Geldwäsche vorgeworfen. Mexikanische Drogenbosse fürchten die Auslieferung an die USA und deren Gefängnisse – es sei, wie lebendig begraben zu werden, so lautet ihre einhellige Meinung. Lange Haftstrafen fernab von ihren illegalen Geschäften drohen in den USA.

In den kommenden Tagen werden zwei mexikanische Richter ihre Empfehlungen abgeben, ob das Verfahren fortgeführt werden sollte. Auf Basis der juristischen Gutachten entscheidet dann das Außenministerium über Guzmáns Auslieferung. Seine Anwälte können noch eine Reihe von Rechtsmitteln gegen den Beschluss einlegen. (dmz/sw mit Material von dpa)

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