Drahtzieher des Mordes an honduranischer Umweltschützerin gefasst

Die ermordete honduranische Umweltschützerin Bertha Cáceres (Foto: fian.org)

 

Tegucigalpa, 2. März 2018 – Zwei Jahre nach dem Mord an der prominenten honduranischen Umweltschützerin Berta Cáceres hat die Polizei den mutmaßlichen Drahtzieher der Tat verhaftet.

Der Verdächtige war zum Tatzeitpunkt Exekutivpräsident des Energieunternehmens Desa, er habe einem der Täter Logistik und Mittel zur Verfügung gestellt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Freitag mit.

Mittlerweile sitzen wegen des Mordes neun Verdächtige in Haft, darunter Hintermänner und an der Tat direkt Beteiligte. Am Samstag jährt sich der Mord an Cáceres zum zweiten Mal. Die Aktivistin setzte sich für die Rechte der Lenca-Indianer ein und kämpfte gegen den Bau des Wasserkraftwerks Agua Zarca durch die Firma Desa. Für ihr Engagement war die Koordinatorin des Rats der indigenen Völker Honduras’ (Copinh) mit dem renommierten Goldman-Umweltpreis ausgezeichnet worden.

Nach dem Mordanschlag stellte das deutsche Unternehmen Voith seine Lieferungen für das umstrittene Wasserkraftprojekt Agua Zarca ein. Über ein Joint Venture sollten Voith und Siemens Turbinen, Generatoren und Automatisierungstechnik im Wert von rund acht Millionen Euro an Desa liefern. (dpa/dmz/hl)

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