G20-Staaten prüfen Hilfsfonds für Venezuela-Flüchtlinge

Aus Venezuela flüchten Hunderttausende Menschen in die Nachbarländer (Foto: semana.com)

 

Buenos Aires, 19. März 2018 – Angesichts der dramatischen Krise im ölreichsten Land der Welt, Venezuela, wird ein internationaler Hilfsfonds für die geflüchteten Menschen geprüft.

Die Idee solle bei der Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im April in Washington diskutiert werden, sagte Brasiliens Finanzminister Henrique Meirelles am Montag bei einem G20-Ministertreffen in Buenos Aires, zu dem auch der neue Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) angereist war.

An dem Krisengespräch zu Venezuela nahmen Regierungsvertreter aus 15 Staaten, darunter Deutschland teil. Hunderttausende Menschen sind in Nachbarländer wie Brasilien und Kolumbien geflüchtet, viele campieren dort unter freiem Himmel. Das von dem Sozialisten Nicolás Maduro mit harter Hand regierte Venezuela leidet wegen der höchsten Inflation der Welt unter einer schweren Versorgungskrise, Medikamente und Nahrung fehlen. Ratingagenturen haben bereits eine Teil-Pleite konstatiert – der Regierung fehlen Devisen, um Schulden und Importe noch zu zahlen.

Die USA haben wegen gewalttätiger Demonstrationen mit Toten und der Entmachtung des von der Opposition dominierten Parlaments Finanzsanktionen gegen Regierungsmitglieder, darunter Maduro verhängt. „Wir müssen mit allen Mitteln eine Lösung finden, vor allem für die humanitäre Krise“, sagte Meirelles. Brasilien werde von Venezuela eine Rückzahlung der Schulden von 1,3 Milliarden Dollar (1,05 Mrd Euro) fordern, sagte er. (dpa/dmz/hl)

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