Kolumbien besorgt über Zehntausende venezolanische Migranten

Venezolanische Migranten campieren in einem Park in der kolumianischen Stadt  Bucaramanga (Foto: El Tiempo)

 

Bogotá, 19. Februar 2018 – Kolumbiens Regierung ist besorgt über die Ankunft Zehntausender Migranten aus Venezuela. „Die Einwanderer, die in unser Land kommen, sind vielleicht das größte Problem, das wir momentan haben“, sagte Präsident Juan Manuel Santos am Montag dem Radiosender Blu.

Die hohe Zahl der Flüchtlinge stelle eine finanzielle Belastung dar und die Fähigkeit des Landes sinke, die Migranten aufzunehmen.

Wegen der schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise im Nachbarland Venezuela haben bereits Hunderttausende das Land verlassen. Nach Angaben der Einwanderungsbehörde leben rund 550 000 Venezolaner dauerhaft in Kolumbien, das rund 49 Millionen Einwohner hat. Zudem kommen täglich etwa 37 000 Menschen, um im Nachbarland zu arbeiten oder einzukaufen.

Präsident Santos sagte, er sei bereit, internationale Hilfe anzunehmen, um die venezolanischen Einwanderer zu versorgen. „UN-Generalsekretär António Guterres hat bei seinem jüngsten Besuch in Kolumbien gesagt, dass die Lage eine gemeinsame Anstrengung der ganzen Welt erfordere“, sagte der Staatschef. „Die Zahl der Menschen, die versorgt werden müssen, steigt, und kein Land ist allein in der Lage, sie aufzunehmen.“ (dpa/dmz/hl)

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