Kolumbien schließt illegale Grenzübergänge zu Venezuela

In Massen strömen Venezolaner über illegale Grenzen nach Kolumbien (Foto: semana.com)

 

Bogotá, 20. Februar 2018  – Im Kampf gegen die unkontrollierte Migration haben kolumbianische Sicherheitskräfte eine Reihe illegaler Grenzübergänge nach Venezuela geschlossen. Ab der kommenden Woche sollen alle in Kolumbien lebenden Venezolaner registriert werden.

„Wir haben 17 Grenzübergänge blockiert. Dort können nun keine Fahrzeuge oder Personen mehr passieren. Und die Streitkräfte zeigen mehr Präsenz“, sagte die kolumbianische Außenminister María Ángela Holguín am Dienstag nach einer Sitzung mit Präsident Juan Manuel Santos und Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas.

Wegen der desolaten Versorgungslage in ihrer Heimat kommen täglich Tausende Venezolaner in das Nachbarland, um zu arbeiten oder einzukaufen. Über eine halbe Million Venezolaner leben bereits dauerhaft in Kolumbien. Zuletzt hatte die Regierung in Bogotá strengere Einreisebestimmungen angekündigt, um die Migration aus Venezuela wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Ab der kommenden Woche sollen alle in Kolumbien lebenden Venezolaner registriert werden, wie Außenministerin Holguín sagte. Die Erfassung sei nötig, um den Menschen Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildungsangeboten gewähren zu können. (dpa/dmz/hl)

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