Kolumbien setzt nach Anschlag Friedensgespräche mit ELN-Rebellen aus

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos (Twitter / Juan Manuel Santos)

 

La Palma, 29. Januar 2018 – Nach einem Bombenanschlag der Guerillaorganisation ELN auf eine Polizeiwache hat die kolumbianische Regierung die Friedensgespräche mit den linken Rebellen auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

„Ich habe die Entscheidung getroffen, die fünfte Verhandlungsrunde auszusetzen, bis die Taten der ELN auch ihren Worten entsprechen“, sagte Präsident Juan Manuel Santos am Montag nach Beratungen mit dem Chefunterhändler der Regierung, Gustavo Bell.

Die Verhandlungen waren Mitte Januar bereits vorübergehend gestoppt worden, nachdem die ELN noch vor dem Auslaufen der Waffenruhe einen Sprengstoffanschlag auf eine Ölpipeline verübt hatte. Die Wiederaufnahme der Gespräche war für die kommenden Tage geplant gewesen.

Am Samstag waren bei einem Bombenanschlag auf eine Polizeiwache in Barranquilla im Norden von Kolumbien fünf Beamte ums Leben gekommen und 41 weitere verletzt worden. Die ELN bekannte sich zu dem Attentat. Seit dem Friedensvertrag mit der größeren Rebellengruppe Farc Ende 2016 ist die ELN mit ihren knapp 2000 Kämpfern die letzte aktive Guerillaorganisation in dem südamerikanischen Land. (dpa/dmz/hl)

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