Mehr als 6000 Nicaraguaner suchen Schutz in Costa Rica

Migranten aus Nicaragua an der Grenze zu Costa Rica (Foto: hoy.com.ni)

 

San José, 4. Juli 2018 – Mehr als 6000 Menschen aus Nicaragua haben seit Beginn der gewalttätigen Auseinandersetzungen in ihrer Heimat um Schutz im Nachbarland Costa Rica gebeten, teilte die Migrationsbehörde des lateinamerikanischen Landes am Mittwoch mit.

San José, 4. Juli 2018 – Mehr als 6000 Menschen aus Nicaragua haben seit Beginn der gewalttätigen Auseinandersetzungen in ihrer Heimat um Schutz im Nachbarland Costa Rica gebeten, teilte die Migrationsbehörde des lateinamerikanischen Landes am Mittwoch mit.

Der Großteil der Menschen suche Schutz in der costa-ricanischen Hauptstadt San José. Weitere Fälle gebe es in Peñas Blancas an der Grenze zu Nicaragua. Rund 3000 Menschen hätten bereits Papiere erhalten, teilte die Behörde mit.

Einige der Nicaraguaner hätten sich bereits vor Beginn der politischen Krise in Costa Rica aufgehalten, erklärte ein Sprecher der Migrationsbehörde. Wegen der sich zuspitzenden Lage in ihrem Heimatland könnten sie aber nicht zurück. Nach Angaben der Behörde wird jedes Gesuch einzeln geprüft.

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Nicaragua kommt seit Mitte April nicht zur Ruhe. Der autoritäre Präsident Daniel Ortega wollte damals eine Sozialreform durchsetzen, die Bevölkerung protestierte jedoch gegen die Änderung – mit Erfolg. Ortega zog die Reform zurück, seither demonstrieren die Menschen jedoch für einen Rücktritt des Präsidenten und dessen Ehefrau, Vizepräsidentin Rosario Murillo.

Polizisten und regierungsnahe Schlägertrupps greifen die Demonstranten regelmäßig an. Menschenrechtlern zufolge sind bereits 309 Menschen ums Leben gekommen, der größte Teil davon Zivilisten. (dpa/dmz/hl)

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