USA, Kanada und Mexiko werben für Handel – Kritik an Trump

29 06 Nordamerikagipfel kl

 

 

Die „drei Amigos“ bei ihrer Zusammenkunft im kanadischen Ottawa (Foto: Mex. Präsidialamt)

Ottawa, 30. Juni 2016 – Die USA, Kanada und Mexiko sehen in engem Handel und internationalem Austausch die Zukunft und weisen Isolationismus scharf zurück. Die Präsidenten Barack Obama und Enrique Peña Nieto wandten sich mit Kanadas Premier Justin Trudeau nach einem Nordamerikagipfel in Ottawa gegen jede Form der Abschottung.

Auch an die Adresse des voraussichtlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump sagte Peña Nieto: „Isolationismus führt nicht zum Fortschritt.“ Trump will sowohl eine Mauer zwischen den USA und Mexiko bauen als auch bestehende Handelsverträge (Nafta) mit Kanada und Mexiko beenden.

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Trump sprach sich wiederholt gegen Freihandel aus und stellt dessen Folgen negativ dar – womit er auf die Wählerschaft weißer Arbeiter zielt. Der auch „Drei Amigos“ genannte Nordamerikagipfel stellte sich dem entgegen.

Trudeau sagte: „Unsere Welt ist auf so viele Weisen verbunden, dass es viel besser ist, sich gemeinsam um die Herausforderungen zu kümmern.“ Peña Nieto sagte, Trumps demagogische Rhetorik reiße nieder, was in Jahrzehnten aufgebaut worden sei. Der Mexikaner verglich Trumps Rhetorik mit der Adolf Hitlers und Benito Mussolinis.

Für Furore sorgt derweil in den sozialen Medien ein Videoausschnitt der Worte von Peña Nieto in einem gemeinsamen Auftritt mit seinem kanadischen und amerikanischen Amtskollegen. Darin kritisiert der Mexikaner den „Populismus“ in Mexiko. Darauf antwortet Barack Obama mit einer deutlichen Lektion über die Begriffe Populismus und Rhetorik. Er, so Obama, sei Populist.  (dmz/hl mit Material von dpa)

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