Venezuelas Außenminister: Trump benimmt sich wie ein „Kaiser der Welt“

Der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza vor der UNO-Vollversammlung in New York (Screenshot / Video UNO)

 

New York, 25. September 2017 – Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza hat US-Präsident Donald Trumps deutliche Kritik an der Lage in dem sozialistischen Staat mit scharfer Rhetorik erwidert. Trump benehme sich wie ein „Kaiser der Welt“, der meine, „diktatorische, absolute Macht“ über souveräne Staaten zu besitzen, sagte Arreaza in seiner Rede bei den Vereinten Nationen am Montag.

Die Weltorganisation sei „wieder und wieder von arroganten Mächten geschändet, missachtet und beleidigt“ worden. Mit den „illegalen Sanktionen“ vom August hätten die USA das Volk Venezuelas direkt bedroht und damit versucht, im Land undemokratische Veränderungen durchzusetzen, sagte Arreaza.

Trump hatte die Regierung von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro in seiner UN-Rede vergangene Woche als „sozialistische Diktatur“ und „korruptes Regime“ bezeichnet, dessen „gescheiterte Ideologie“ zu Armut und Elende im Land geführt habe.

Venezuela steckt in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Bei Protesten gegen die Maduro-Regierung kamen in diesem Jahr mehr als 120 Menschen ums Leben. Der Präsident hatte eine linientreue Verfassunggebende Versammlung wählen lassen, die das von der Opposition dominierte Parlament entmachtete. Auf internationaler Ebene ist Venezuela zunehmend isoliert. Zahlreiche Staaten werfen Maduro vor, eine Diktatur zu errichten.

Arreaza sprach als einer der letzten Redner bei der diesjährigen Generaldebatte in der UN-Vollversammlung. Mit dem Abschluss am Montag geht das Plenum in seine einjährige, reguläre Sitzungsperiode. (dpa/dmz/hl)

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