Leipzig feiert ersten Champions-League-Sieg

Die Gegener der „Roten Bullen“ aus Leipzig müssen sich nun wohl warm anziehen (Foto: Die Roten Bullen / Twitter)

 

Von Sandra Degenhardt und Jens Marx

Leipzig, 18. Oktober 2017 – Es war wieder so ein historischer Moment, der erste Sieg in der Vereinsgeschichte von RB Leipzig in der Fußball-Champions League. Die Gegner sind gewarnt. Die Chancen der Leipziger als jetzt Gruppen-Zweiter auf das Achtelfinale sind nun gestiegen.

Diese Erkenntnis nach dem historischen ersten Sieg in der Champions League dürfte nicht nur RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl optimistisch nach vorne schauen lassen. Denn das 3:2 (3:2) in der Königsklasse gegen den FC Porto offenbarte: Der teils spektakuläre Hochgeschwindigkeits-Fußball, mit dem die Sachsen in der Vorsaison die Bundesliga aufmischten, greift nun auch immer besser im Konzert der ganz Großen. „Ich glaube, wir sind in der Champions League angekommen“, sagte Hasenhüttl nach dem „historischen Moment“.

Vor allem im ersten Durchgang war RB kaum zu bremsen: Schnörkelloses, schnelles Spiel nach vorne, Pässe in die Tiefe, Chancen in Serie, aggressives Gegenpressing – die Tore von Kapitän Willi Orban (8. Minute), Emil Forsberg (38.) und Jean-Kévin Augustin (40.) vor 41 496 Zuschauern waren da nur die logische Konsequenz.

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Doch so gut die Offensive, so anfällig war noch die Defensive. Bei den beiden Treffern für den 27-maligen portugiesischen Meister durch Vincent Aboubakar (18.) und Iván Marcano (44.) war die RB-Abwehr nicht auf der Höhe. „Wenn wir die Leichtsinnigkeiten hinten auch in den Griffen kriegen, haben wir eine schöne Zukunft vor uns“, sagte Hasenhüttl, der in der 75. Minute Stürmer Timo Werner brachte. Der zuvor angeschlagene Nationalspieler lief erstmals seit dem 26. September wieder auf.

Wie Werner waren drei Tage zuvor beim 3:2-Sieg bei Borussia Dortmund auch Forsberg und Orban geschont worden. Und Hasenhüttls Taktik ging voll auf. Forsberg war der überragende Mann auf dem Platz, Orban erzielte sein erstes Tor in der Königsklasse. Der Kader ist in der Breite so gut aufgestellt, dass der Coach bedenkenlos rotieren kann – ohne Qualitätsverlust.

Zudem greifen die Automatismen auch auf internationalem Niveau immer effektiver: Zu sehen bei Bruma und Kevin Kampl, die sich immer besser in die RB-Maschinerie integrieren. Und die Anfangsnervosität weicht immer mehr der Erkenntnis: RB kann auch auf internationalem Top-Niveau nicht nur mithalten, sondern punkten und siegen.

Die Chancen der Leipziger als jetzt Gruppen-Zweiter auf das Achtelfinale sind nun gestiegen. „Wir wollen in der Champions League überwintern“, gab Marcel Sabitzer die Marschroute vor. (dmz/hl)

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